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ESM-Chef: EU und IMF sind gegen Schuldenschnitt für Griechenland

Für das von internationalen Krediten abhängige Griechenland wird es nach Einschätzung des ESM-Chefs Klaus Regling, keinen weiteren Schuldenschnitt geben. Der würde vor allem die EU-Steuerzahler treffen. Das zweite Kreditprogramm für Griechenland läuft Ende 2014 aus.

Für das von internationalen Krediten abhängige Griechenland wird es nach Einschätzung des Chefs des Euro-Rettungsfonds (ESM), Klaus Regling, keinen weiteren Schuldenschnitt geben. Ein solcher Schritt sei für die Europäische Union (EU) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) keine politische Option, sagte Regling der griechischen Sonntagzeitung Realnews. Griechenland wird vom IWF, der Europäischen Zentralbank und der EU mit insgesamt 240 Milliarden Euro gestützt. Im Gegenzug muss das Land Spar- und Reformauflagen erfüllen, gegen die es immer wieder Massenproteste gibt.

Das zweite Kreditprogramm für Griechenland läuft Ende 2014 aus. Würden dem Krisenstaat erneut Schulden erlassen, wären anders als 2012 vor allem Steuerzahler in EU-Staaten betroffen.

Griechenlands Finanzminister Gikas Hardouvelis äußerte sich ähnlich. Als nächste Maßnahmen für den Abbau der Verschuldung sehe Hardouvelis die Streckung von Zahlungsfristen und niedrigere Zinsen, sagte er der Zeitung To Vima. Der griechische Schuldenberg dürfte in diesem Jahr auf 177,2 Prozent der Wirtschaftsleistung wachsen.

Kommentare

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  1. Heinz sagt:

    Die Steuerzahler wären deshalb davon betroffen weil man die Schulden Griechenlands über die Rettungsschirme ja erfolgreich den Steuerzahlern vorher umgehängt hat. Nach dem Motto:“ Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren“. Diese für alle Steuerzahler ungerechte Politik wird sich wahrscheinlich trotz neuer Richtlinien nicht so schnell ändern. Ich bin schon ganz neugierig wie man bei den italienischen Banken vorgeht. Da sollen ja auch Kleinaktionäre betroffen sein. Hier ist große Flexibiliät in der Vorgangsweise zur Sanierung bzw. Ausstattung der Banken mit neuem Kapital gefragt.