Mehrheit der Kampfjets der Bundeswehr nicht einsatzbereit

Die Bundeswehr kämpft mit alterndem Fluggerät. Nicht einmal die Hälfte aller 89 Tornado-Kampfjets ist derzeit einsatzbereit. Bei den Eurofightern sieht es ähnlich aus. Bereits vor einigen Tagen war bekanntgeworden, dass auch die Marine mit massiven Problemen bei ihrem fliegenden Gerät zu kämpfen hat.

Die alternde Flotte der Luftwaffe ist offenbar in einem schlechteren Zustand als bisher bekannt. Lediglich 38 von 89 Kampfjets des Typs Tornado und 24 von 56 Transportflugzeugen des Typs Transall sind derzeit einsatzbereit, wie aus einem Bericht des Bundesverteidigungsministeriums hervorgeht. Die Mängelliste, über die zuerst die Bild-Zeitung berichtet hatte, lag Reuters am Mittwochabend vor. Von den 83 CH-53-Transporthubschraubern sind danach gerade einmal 16 für den Einsatz, Ausbildung oder Übungen verfügbar. Von 109 Eurofightern können nur 42 eingesetzt werden.

Die Auslieferung des ersten A400M-Militärtransporters an die Bundeswehr verzögert sich unterdessen nach Angaben aus Kreisen des Wehrausschusses im Bundestag um mindestens einen weiteren Monat. Frühestens im Dezember solle nun das erste Exemplar bei der Luftwaffe ankommen. Der A400M soll die in den 1960er-Jahren entwickelte Transall ablösen.

Der Grünen-Politiker Tobias Lindner sprach von einer bösen Überraschung. „Die Lage der Verfügbarkeit des Bundeswehrmaterials stellt sich desolater dar als angenommen„, sagte der Verteidigungsexperte. Neben gravierenden Einzelproblemen wie beim Marinehubschrauber Sea Lynx zeigten sich enorme strukturelle Probleme im Verteidigungsministerium. Eine verschleppte Ersatzteilbeschaffung in der Amtszeit des früheren Verteidigungsministers Thomas de Maizière (CDU) habe nun massive Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.

Bereits vor einigen Tagen war bekanntgeworden, dass auch die Marine mit massiven Problemen bei ihrem fliegenden Gerät zu kämpfen hat. Betroffen sind hier die Bordhubschrauber Sea Lynx und Sea King.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen räumte Probleme mit der Bundeswehr-Ausrüstung ein. „Ich will nicht verhehlen, dass wir zum Teil Material haben, dass schon einige Zeit auf dem Buckel hat“, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Man sei in intensiven Gesprächen mit der Industrie, dass neues Material geliefert werde. Konkret nannte die Ministerin den A400M von Airbus , auf den die Bundeswehr seit Jahren wartet. Trotzdem beweise die Bundeswehr täglich in 17 Auslandseinsätzen, dass sie leistungsfähig sei.

Kommentare

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  1. Miesmacher sagt:

    Die desolate Materialsituation ist nicht neu! Seit Jahr und Tag wird die ungeliebte BW kaputtgespart. EU-Euro-Wahn und Asylmania ist wichtiger und vor allem Israels Atom-U-Boote! Wenn ein Land nicht mehr kämpfen will beseitiget es nicht die Kriege, sondern nur sich selbst. Die BW ist nicht mehr tauglich als Verteidigungsarmee und taugt auch nicht für sog. Auslandseinsätze. Das Afghanistan-Desaster ist bekannt! Fazit: Schafft den Haufen ab, die BRD zahlt , das ist besser als kämpfen mit altem Schrott!

  2. Matthes sagt:

    Desolate Bundeswehr? Eben auch so desolat wie die westdeutsche Infrastruktur. Unsere Politik hat nun mal alles Geld in den Aufbau Ost und die Rettung der EU gesteckt. Da mussten eben Prioritäten gesetzt werden und der deutsche Bürger und dessen Interessen haben eben Pech gehabt! Auch Pech, dass der das jetzt doch merkt!

  3. jonas sagt:

    naja, wenn ständig irgendwelche – von einer windfrisur – gesteuerte unteroffiziere, die ihr wissen aufgrund einer schulterklappe befohlen bekommen, an den Mio teuren menschenfeindlichen spielzeugen rumbasteln…dann ist das so

  4. Schmidt sagt:

    USA Besitzer der Nato verlangt die Militärausgaben anzuheben und plötzlich schreit die hörige Presse .. alles ist Schrott .
    Die Afganistanflieger sind fröhlich beanstandungslos geflogen.
    die Ebola Transporter fliegen auch. Ein Waffentransporter sollte werbewirksam nicht fliegen bzw. nur zeitversetzt.
    die USA wollen dass deutsch nicht wie bisher 70 %ihrer Stationierungskosten , sondern 100 % übernimmt. Die Militärdrehscheibe Leipzig wird voll vom deutschen Steuerzahler finanziert . Der wichtige Wirtschaftsfaktor oder dass Steuergrab. Die Rentner hungern, die Verwaltung setzt immer mehr Fett an. Es lebe die neue Weltordnung

  5. Rolf sagt:

    Mein Vorschlag: Den ganzen Schrott an die Ukraine verkaufen.
    Dann hätten wir wenigstens ein Teil unserer Kredite wieder und
    Zivilsten kann man damit ja auch nicht mehr bomadieren.

  6. Aufgewachter sagt:

    Typisch Bund

    Bei der Bundeswehr, erster großer Absprung für die Wehrpflichtigen Fallschirmjäger. Der Feldwebel gibt im Flugzeug den Tagesbefehl aus: „Männer, in drei Minuten ist Absprung. Denkt dran: wenn ihr auf 1000 Meter seid, Reißleine ziehen, der Fallschirm öffnet sich. Tut er es nicht, Ersatzleine ziehen, der Reservefallschirm öffnet sich. Wenn ihr gelandet seid, holt euch der LKW ab!“ Der Gefreiter Meier springt also, zieht bei 1000 Meter die Reißleine >>> Nichts passiert <<>> Nichts passiert <<< Darauf der Gefreite Meier: "Typisch Bund, nichts klappt hier! Jede Wette, daß der LKW auch nicht da ist!"