Stellenabbau unvermeidlich: Stahlverband kritisiert Subventionen

Der europäischen Stahlindustrie droht ein drastischer Stellenabbau. Laut dem Präsidenten des Weltstahlverbandes Wolfgang Eder sind auch Schließungen unausweichlich. Eder kritisierte zudem die Milliarden-Subventionen für die Branche.

Der europäischen Stahlindustrie droht Verbandsangaben zufolge die drastische Streichung von Arbeitsplätzen. „Ein massiver Stellenabbau ist unausweichlich“, sagte der designierte Präsident des Weltstahlverbandes, Wolfgang Eder, der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. „Der Anpassungsprozess wird schmerzlich sein, er ist längst überfällig.“

Kritik übte Eder, der auch Vorstandschef des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine ist, an der Politik: „Milliarden Steuergelder werden ausgegeben, um Schließungen zu verhindern. Die Zeit der Subventionen sollte allerdings längst vorbei sein.“ Die Branche tue sich damit nichts Gutes, Europa falle vielmehr im weltweiten Stahlgeschäft zurück.

Die Stahlindustrie arbeitet sich gerade aus einer langjährigen Krise heraus und kämpft mit sinkenden Preisen und hohen Rohstoff- und Energiekosten. Die jüngste Erholung der Nachfrage bezeichnete die Wirtschaftsvereinigung Stahl zuletzt als fragil.

Kommentare

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  1. Pandora0611 sagt:

    Das kann/darf doch nicht wahr sein!
    ———
    Die Stahlindustrie war doch bisher das Rückgrad der deutschen Industrie.
    Deutscher Stahl war/ist weltweit gefragt.
    Und jetzt soll es plötzlich nicht mehr so sein?

    „Der europäischen Stahlindustrie droht ein drastischer Stellenabbau. Laut dem Präsidenten des Weltstahlverbandes Wolfgang Eder sind auch Schließungen unausweichlich. Eder kritisierte zudem die Milliarden-Subventionen für die Branche.“

    Subventionen gibt es in vielen Bereichen. Zuletzt in der Solarbrache welche jetzt den Bach herunter geht.