Österreich: Kurzarbeit verhindert größeren Anstieg der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent. Die europäische Wirtschaft entwickelt sich kaum. Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück und versuchen, die leeren Auftragsbücher durch Kurzarbeit auszugleichen.

Die Situation am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt weiterhin sehr angespannt. „Ende September 2014 sind mit 292.135 um 30.876 bzw. um 11,8 Prozent mehr Personen beim Arbeitsmarktservice arbeitslos vorgemerkt. Inklusive der Personen in Schulungen beträgt die Zunahme 33.382 bzw. 9,9 Prozent“, sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer in Bezug auf die Arbeitsmarktdaten für den Monat September.

Die europäische Wirtschaft komme nach wie vor nicht in Schwung. Zudem führe die europaweit hohe und weiter steigende Arbeitslosigkeit zu stagnierenden Konsumausgaben. Nicht zuletzt dadurch blieben dann auch die Investitionen der Unternehmen entsprechend verhalten, so der Sozialminister. Mit den bei der Regierungsklausur beschlossenen Maßnahmen versucht die Bundesregierung diesem Trend zumindest in Österreich entgegenzuwirken. „Die nunmehr an Kontur gewinnende Steuerreform und die bei der Regierungsklausur beschlossenen Maßnahmen zur Wirtschaftsbelebung werden wichtige Impulse setzen“, ist der Minister überzeugt.

Unternehmen sollten weiterhin temporäre Auftragsrückgänge durch Kurzarbeit auffangen, das wirke stabilisierend auf den Arbeitsmarkt. Ende September 2014 nutzen dieses Angebot 17 Unternehmen und 3.362 Beschäftigte sind für dieses Modell angemeldet. In Anbetracht der schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeige sich damit der österreichische Arbeitsmarkt insgesamt als durchaus robust. „Dennoch wird nicht zu verhindern sein, dass auch bei uns die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen weiter ansteigt. Ohne nachhaltige wirtschaftliche Fortschritte auf europäischer Ebene wird sich an dieser Entwicklung wohl wenig ändern“, so Hundstorfer in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition beträgt 7,6 Prozent und liegt damit um 0,7 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Vor allem im Bauwesen und in der Arbeitskräfteüberlassung steigt die Arbeitslosigkeit mit 16,8 Prozent bzw. 14,1 Prozent überdurchschnittlich stark an. Gemeinsam mit dem warenproduzierenden Bereich sind das die Branchen, die von der anhaltenden Konjunkturflaute am unmittelbarsten betroffen sind.

Kommentare

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  1. Thomas Hagemann sagt:

    Die Wurzel des Übels sind Pensionisten ,ÖGB,AK,WK ,ORF,FPÖ und Lehrer .

    Wir haben keine Zukunft ,Österreich ist ein Armenhaus .

    • hugin sagt:

      @ Thomas H.
      DER WAHRE GRUND DER HOHEN ARBEITSLOSIGKEIT
      Sind nicht die FPÖ und Lehrer, sondern die hohe Besteuerung der Wirtschaft und Arbeitnehmer ! Jeder weggesteuerte Euro fehlt den Investitionen, dem Konsum und dem Aufschwung !
      Zusätzlich die Belastung durch die 8 Milliarden Zinsen für die Staatsschulden, Asylanten und die „Förderungen“ von bankrotten Fußballvereinen, maroder Thermen, fragwürdigen Sozialprojekten, lächerlichen Kunstobjekten und anderen sinnlosen Ausgaben.
      Mit Politikern ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Studienabbrechern und „Quereinsteigern“ wird sich nichts ändern! Die FPÖ als Minderheitspartei kann nicht schuld sein.