Lokführer streiken ab 21 Uhr

Die Lokführer lassen ihrer Androhung Taten folgen. Am Dienstag um 21 Uhr treten sie in den Streik. Bis zum Mittwochmorgen um sechs Uhr soll der Ausstand anhalten.

Bahnreisende müssen sich ab (dem heutigen) Dienstagabend auf gravierende Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen. Die Eisenbahnergewerkschaft GDL rief die Lokführer und andere Bahnbedienstete am frühen Morgen zu einem bundesweiten Streik in der Zeit von 21.00 Uhr bis Mittwochmorgen um 06.00 Uhr auf. In den Ausstand treten sollen auch Zugbegleiter und Disponenten.

Die Gewerkschaft der Lokführer will mit dem flächendeckenden Streik ihrer Forderung nach fünf Prozent mehr Geld und weiteren Verbesserungen wie einer zweistündigen Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden pro Woche durchsetzen.

Die Bahn hatte zuletzt gefordert, den Tarifkonflikt solange auszusetzen, bis das von der Regierung angekündigte Gesetz zur Regelung der Kompetenzen von Sparten- und Großgewerkschaften vorliege. In der Zwischenzeit sollten die Lokführer zwei Prozent mehr Lohn erhalten. Kern des Tarif-Konflikts ist es, dass die GDL neben den Lokführern nun auch für Rangierführer und Zugbegleiter verhandeln will, für die bislang die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandelt hatte. Die Bahn lehnt aber konkurrierende Verhandlungen über dieselbe Beschäftigtengruppe ab.

Die Bahn nannte die Ankündigung völlig überzogen. Da die GDL keine näheren Angaben über die bestreikten Züge gemacht habe, könne man auch nicht über Ersatzverkehr informieren. Sie warnte vor allem am Mittwochmorgen vor Behinderungen. Kunden können ihre Tickets bei Streikausfällen kostenlos erstatten lassen. Selbst wenn der Ausstand am frühen Morgen beendet wird, dauert es wohl bis zum Mittag, bis der Bahnverkehr wieder normal läuft.

Mit zwei dreistündigen Warnstreiks hat die GDL bereits für Zugausfälle und Verspätungen bei der Deutschen Bahn gesorgt. Der neue Ausstand wird in der Nacht vor allem den Frachtverkehr treffen, wenn ein Großteil der täglich knapp 5.000 Güterzüge unterwegs ist.

 

Kommentare

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  1. Teri sagt:

    „Kunden können ihre Tickets bei Streikausfällen kostenlos erstatten lassen. Selbst wenn der Ausstand am frühen Morgen beendet wird, dauert es wohl bis zum Mittag, bis der Bahnverkehr wieder normal läuft.“

    Und die Pendler sind wieder die Dummen.
    Monatskarte bezahlt und Auto oder Urlaub nehmen…

  2. Aufgewachter sagt:

    Liebe Bahn,

    seid doch nicht so geizig und teilt doch mal anständig!

    Privatvermögen der Deutschen nun bei 11,347 Billionen Euro

    Teilt man diese 11,347 Billionen Euro (11.347 Milliarden) durch die Anzahl von 80,781 Millionen der in der BRD lebenden Menschen müßte jeder ein Vermögen von 140.466,20 Euro besitzen.

    Von diesen 140.466,20 Euro kann bzw. muss ein Empfänger von Leistungen nach dem SGB II ganze 15 Jahre lang leben bei einem monatlichen Regelsatz von 391 Euro zuzüglich 383,39 Euro Kosten der Unterkunft.

    Zur Erinnerung : Teilt man das deutsche Bruttoinlandprodukt durch die Einwohner der BRD kommt man auf 2.727 Euro netto im Monat.

    • Werner sagt:

      „Liebe Bahn Mitarbeiter.,seid doch nicht so geldgierig und teilt eueren Lohn doch mal anständig! “ klingt aber auch sehr gut !
      ich hoffe die Bahn schmeisst mal ein paar tausend Lockführer raus und ersetzt sie durch moderne Technik ! Die DMN faseln ja auch öfters von „selbstfahrenden Autos“ , warum soll das nicht auch für Züge funktionieren zumal ja noch für die Züge auch noch Schienen zur Verfügung stehen .

      mfg. Werner