Gaspreise für Unternehmen unterscheiden sich um regional bis zu 22 Prozent

Die regionalen Unterschiede bei den Erdgaspreisen für Unternehmen werden größer. Das günstigste und teuerste Netzgebiet liegen vom Preis her 22,2 Prozent auseinander. Gaspreise sind in den vergangenen sechs Monaten um durchschnittlich 2,5 Prozent gesunken. Die Ukraine-Krise hat sich also noch nicht negativ auf die Preise ausgewirkt.

Unternehmen in unterschiedlichen deutschen Gasnetzen müssen Preisdifferenzen von bis zu 22,2 Prozent hinnehmen. Noch im April waren es sechs Prozentpunkte weniger. Leipzig gilt als das teuerste Netzgebiet mit 3,57 Cent pro Kilowattstunde. Freuen können sich Unternehmen in Bremen: In der Hansestadt ging der Erdgaspreis um 4,8 Prozent auf 2,92 Cent pro Kilowattstunde – den derzeit günstigsten Stand in der Bundesrepublik – zurück. Das geht aus dem aktuellen Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA) hervor.

Wie die Experten betonen, sanken die Preise für Erdgas in den vergangenen sechs Monaten um durchschnittlich 2,5 Prozent trotz der anhaltenden Krise in der Ukraine. „Ursache dafür sind die rückläufigen Großhandelspreise und die hohe Wettbewerbsintensität auf dem Endkundenmarkt“, sagt Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. „Wir empfehlen, noch vor dem Winter neue Lieferverträge für Erdgas abzuschließen.“

Der aktuelle VEA-Erdgaspreisvergleich mit Stichtag zum ersten Oktober 2014 untersucht die durchschnittlichen Gaspreise in 50 großen Gasnetzen – ohne Erdgas- und Mehrwertsteuer. Es handelt sich dabei um Festpreisindikationen, wie sie Unternehmen in den jeweiligen Gasnetzgebieten einholen können. Grundlage sind Vollversorgungsverträge mit Lieferbeginn zum ersten Oktober 2014 und einer Laufzeit von 12 Monaten, die im dritten Quartal 2014 abgeschlossen wurden.

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