Biotech-Firma Molecular will Medikamente selbst entwickeln

Der Börsengang der Biotech-Firma Molecular soll den Schweizern 151 Millionen Franken einbringen. Mit dem Geld will die Firma vor allem die Entwicklung von Medikamenten in Eigenregie vorantreiben.

Die Schweizer Biotechnologiefirma Molecular Partners will sich mit ihrem Börsengang bis zu 151 Millionen Franken (125 Millionen Euro) beschaffen. Die Aktien sollen 28 bis 35 Franken kosten, teilte das auf Augen- und Krebsmedikamente spezialisierte Unternehmen am Mittwoch mit. Bei einer Zuteilung am oberen Ende der Preisspanne wäre das in Schlieren bei Zürich ansässige Unternehmen an der Börse 679 Millionen Franken wert. Molecular Partners ist der erste Biotech-Börsengang in der Schweiz seit fünf Jahren. Die Erstnotiz an der Schweizer Börse SIX ist für den 22. Oktober geplant.

Molecular Partners will 4,4 Millionen Aktien platzieren, die überwiegend aus einer Kapitalerhöhung kommen. Im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption könnten zusätzliche 660.000 neue Titel ausgegeben werden. Mit dem Geld will die Firma vor allem die Entwicklung von Medikamenten in Eigenregie vorantreiben.

Besitzer von Molecular Partners sind neben den Gründern und Mitarbeitern auch die Risiko-Kapitalgesellschaften Essex Woodlands, Index Ventures, Johnson & Johnson Development Corporation, BB Biotech Ventures und Endeavour Vision. Der Börsengang wird von JPMorgan und UBS organisiert.

Auch andere Unternehmen aus der Pharmabranche wollen an die Börse: Vor Kurzem haben Probiodrug, ein auf Alzheimer-Forschung spezialisiertes deutsches Biotech-Unternehmen, und die französische OSE Pharma, die Immuntherapie-Krebsarzneien entwickelt, Börsenpläne kundgetan.

Biotech-Aktien gelten als riskant, wenn die sie ausgebenden Unternehmen beispielsweise in risikoreichen Gebieten wie Ebola forschen. Die Firma Actelion hatte indes aufgrund des Erfolges ihres Lungenpräparates einen Wertzuwachs von fast 50 Prozent erreichen können. Forschungsarbeit bei Morphosys trieb das Unternehmen hingegen in die roten Zahlen.

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  1. Dummschwätzer aus der KFZ-Mafia sagt:

    Hatten wir alles 2000 schon mal bis zum Knall.