Schweizer Notenbank: Haben Deflationsrisiko fest im Blick

Der Chef der Schweizerischen Nationalbank hat bekräftigt, alles Notwendige zu tun, um eine Deflation zu vermeiden. Angesichts des Abschwungs der Wirtschaft in der Euro-Zone habe sich das Risiko einer negativen Inflation oder gar Deflation erhöht. Die eingeführte Euro-Untergrenze von 1,20 Franken werde mit allen Mittel verteidigt.

Der Chef der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Thomas Jordan hat bekräftigt, alles Notwendige zu tun, um eine Deflation zu vermeiden. Angesichts des Abschwungs der Wirtschaft in der Euro-Zone, dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz, habe sich das Risiko einer negativen Inflation oder gar Deflation erhöht, sagte Jordan im Gespräch mit Reuters am Rande der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) am späten Freitag. „Das haben wir auf dem Radar“, sagte er.

Die deshalb vor drei Jahren eingeführte Euro-Untergrenze von 1,20 Franken werde mit allen Mittel verteidigt. Dazu gehöre der unbegrenzte Kauf von Devisen, falls der Euro die kritische Marke erreicht. „Sofern nötig, schließen wir weitere Maßnahmen nicht aus, dazu gehören auch negative Zinsen“, sagte Jordan. Zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Umständen die Nationalbank weitere Maßnahmen ergreifen könnte, sagte Jordan nicht.

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