AMD muss nach Gewinn-Einbruch 700 Stellen Streichen

Der Intel-Konkurrent AMD findet keinen Weg aus der Krise. Der Gewinn ist im dritten Quartal deutlich eingebrochen. Das Unternehmen muss nun 700 seiner weltweit 10.000 Stellen streichen.

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices entlässt nach einem schwachen Quartal sieben Prozent seiner Mitarbeiter. Von dem Personalabbau sind weltweit rund 700 Stellen betroffen, wie der Intel -Rivale am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte.

Weltweit hat AMD rund 10.000 Beschäftigte. Die neue Chefin Lisa Su will die Abhängigkeit AMDs vom PC-Markt verringern und peilt deshalb weitere Restrukturierungen an. Der Nettogewinn brach im dritten Quartal auf 17 Millionen von 48 Millionen Dollar im Vorjahr ein. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar. AMD bekam die Flaute auf dem PC-Markt in den vergangenen Jahren deutlich zu spüren. Das Unternehmen setzt nun verstärkt auf Prozessoren für Spielekonsolen.

Für das laufende Quartal gab sich das im kalifornischen Sunnyvale ansässige Unternehmen pessimistisch: AMD erwartet im Schlussquartal einen Umsatzrückgang verglichen mit dem Vorquartal um rund 13 Prozent. Im nachbörslichen US-Handel fiel die Aktie um rund fünf Prozent.

Konkurrent Intel hat dagegen im abgelaufenen Quartal überraschend viel verdient. Der Gewinn der Amerikaner legte binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar.

Kommentare

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  1. manuel sagt:

    jetzt haben wir auch noch eine pc krise.

    ich finde auch das jeder deutsche verplichtet wird, mindestens 2 PC-oder ähnliche – in jedem zimmer seiner wohnung haben sollte :-))

    Also, wie bei GEZ, lasst es angehen.

  2. Syssiphus sagt:

    700 v0n 10 000 Stellen sollte nun (noch) nicht der Weltuntergang sein.AMD war bisher aber immer etwas preiswerter als Intel-Produkte.