Türkei exportiert anstatt der EU Lebensmittel nach Russland

Die Türkei füllt Russlands Versorgungs-Lücke bei den Lebensmitteln. In den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres haben türkische Produzenten 53 Prozent ihres Gemüses nach Russland exportiert. Die Türkei setzt sich damit über die Vorgaben der EU hinweg. Zuvor hatte Brüssel alle Schwellenländer vor Obst- und Gemüse-Exporten nach Russland gewarnt. Doch die Türkei fühlt sich wegen der Syrien-Krise stark genug, um sich über die Vorschriften von Brüssel hinwegzusetzen.

Nach Angaben des Verbands der Türkischen Frisches Obst-und Gemüse-Exporteure sind zwischen Januar und September 53 Prozent aller Gemüse-Exporte nach Russland gegangen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Export von frischem Gemüse nach Russland um 30 Prozent und erreichte 413.602 Tonnen. Die Einnahmen stiegen um 9 Prozent auf 292 Millionen US-Dollar.

Russland ist somit der wichtigste türkische Absatzmarkt für Gemüse. Darauf folgen Bulgarien, Deutschland, die Ukraine und Rumänien. So wurde zwischen Januar und September türkisches Gemüse im Wert von etwa 34 Millionen US-Dollar nach Deutschland exportiert, meldet Fresh Plaza.

Der Gesamt-Export von Gemüse betrug insgesamt 916.292 Tonnen. Die Einnahmen aus dem Export haben sich um fünf Prozent auf 554 Millionen US-Dollar erhöht. Tomaten machten bezüglich der Menge 54 Prozent aller Gemüse-Exporte aus. Zudem wurden 65 Prozent der Gemüseexport-Einnahmen durch den Verkauf von Tomaten erzielt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte im August angekündigt, den Obst- und Gemüse-Export nach Russland ankurbeln lassen zu wollen. „Die Nachfrage aus Russland nach türkischen Produkten hat angezogen, seit die Beschränkungen im Handel mit den USA und der EU gelten”, sagte der Chef des türkischen Außenhandelsverbands, Mehmet Büyükeksi.

Russland hatte zuvor als Reaktion auf Wirtschaftssanktionen der EU und der USA wegen der Ukraine-Krise ein Importverbot für Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte aus dem Westen verhängt.

Brüssel sprach anschließend eine Warnung in Richtung der Türkei und aller anderen Schwellenländer aus. Jegliche Obst- und Gemüse-Exporte der Schwellenländer an Russland seien politisch schwer zu rechtfertigen. Diese Staaten dürften nicht als Lückenfüller einspringen.

 

Kommentare

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  1. ichweissnix sagt:

    entweder fehlt in der Headline Kommatas oder ganze Wörter

  2. Erich Artner sagt:

    Gratulation an die Türken, dass sie die Dummheit der EU nutzen.
    die Drohungen werden sie sicher stark beeindrucken

  3. Delta120 sagt:

    Da die EU den Türken ständig gegen das Schienenbein tritt und gegen ihren beliebten Ministerpräsidenten am liebsten, ist da auch keine Hilfe zu erwarten.

    Russland koppelt seine Wirtschaft allgemein von der EU immer weiter ab. Denn man darf vermuteten, dass die nächste Runde in der Ukraine im April, Mai startet, wenn der Schnee geschmolzen ist.

  4. Ich sagt:

    > Jegliche Obst- und Gemüse-Exporte der Schwellenländer an Russland seien politisch schwer zu rechtfertigen.

    Die werden durch die Menschenrechte gerechtfertigt.
    Aber die haben unsere Politiker wohl vergessen, diese Menschenfeinde.

  5. kay sagt:

    Mit der Erdogan Regierung ist die Türkei viel souveräner als die Militärmarionetten vor der AKP. Die Türken könne eigentlich Stolz auf das sein. Nur das Autoritäre/ Religiöse sollte er besser zurück stellen. Sein Erfolg gepaart mit der Souveränität der Türkei macht Ihn, davon bin ich überzeugt, sehr unbeliebt im Westen.
    Die Europäer können sich ruhig eine Scheibe davon abschneiden.
    Ganz besonders Deutschland!!!

  6. hugin sagt:

    TÜRKEI PROFITIERT VON DEN SANKTIONEN
    Österreich ist neutral und hätte sich den Sanktionen nicht anschließen dürfen !
    Den feigen Politikern sind die Folgen offenbar egal, Hauptsorge ist, die Forderungen der Hetzer zu unterstützen. Hätte Österreich an den Sanktionen nicht teilgenommen, hätte Russland anstatt weniger, mehr Waren bezogen. Den Schaden, welcher durch die verantwortungslosen Politiiker verursacht wurde, muss die Bevölkerung tragen.
    Wer solche Politiker hat braucht keine Feinde.

  7. menschenfreund3 sagt:

    Meines Erachtens beweist die Türkei Unerschrockenheit und Selbstbewustsein.
    Etwas, dessen Bedeutung unsere Befehlsempfänger- und Marionetten-Regierung nicht mehr kennt.

  8. Bernhard sagt:

    Bürger aller westlichen Länder, vereinigt Euch gegen die EU- Diktatoren: „Die Türkei setzt sich damit über die Vorgaben der EU hinweg. Zuvor hatte Brüssel alle Schwellenländer vor Obst- und Gemüse-Exporten nach Russland gewarnt.“

    Mit diesem Diktat der EU greift diese politische Organisation direkt in die Wirtschaft, in den Mittelstand ein. Um es sehr klar zu sagen: mit diesem Diktat der EU verlangt man, dass das russische Volk hungern soll.

    Brüssel verlangt von der Welt: Russland soll hungern!

    DMN: werdet die Anlaufstelle für alle Demokraten. Die freien Bürger Deutschlands werden es euch mit Abos lohnen!

  9. Stefan Bode sagt:

    Wieso ist das politisch schwer zu rechtfertigen?
    Jedes Land kann die Politik doch selbst bestimmen und wenn die einen keine Lust haben ein Land zu beliefern, warum sollte ein anderes Land seiner Wirtschaft das auch verbieten? Brüssel lebt halt in einer ganz besonderen Welt.

    • menschenfreund3 sagt:

      Brüssel kann das gerne tun, aber diese Herrschaften versuchen uns diese Welt auzuzwingen. Und das darf sich niemand gefallen lassen.

      • Peter sagt:

        Die EU ist kein Staat und hat auch kein Staatsgebiet. Folge dessen kann jeder Staat seinen Warenaustausch mi Partnern machen nach den fairen Regeln der Kaufleute.

  10. Flori sagt:

    Recht so! Die Türken machen was sie wollen und was sie für richtig halten. Wenn die erst in der EU sind, dann tanzen sie allen Anderen auf der Nase herum. Die USA unterstützen die EU-Mitgliedschaft der Türkei aus strategischen Gründen. Vermutlich muss die EU der Türkei Zugeständnisse machen, damit sie zu Sanktionen bereit ist. Vielleicht rollt die EU auch noch den roten Teppich für die Türkei aus, damit diese gnadenhalber als neues Geld-Empfängerland in die EU kommt? Es würde mich nicht wundern. Eine schmutzige Politik getrieben von Finanzinteressen der Wall Street und deren hidden agenda.