US-Behörde: BMW macht falsche Angaben zum Spritverbrauch von Minis

Der Spritverbrauch von Minis des Münchener Autobauers BMW ist offenbar deutlich höher, als vom Hersteller angegeben. Tests von US-Behörden ergeben, dass BMW mit Tricks die Effizienz ihrer Fahrzeuge erhöht. So liefern stark aufgepumpte Reifen und künstliche Gewichtsreduzierungen bessere Ergebnisse.

Mehrere Mini-Cooper-Modelle von BMW in den USA verbrauchen nach Angaben der dortigen Umweltbehörden mehr Benzin als von dem Autobauer angegeben. BMW werde daher künftig höhere Verbrauchswerte für die Fahrzeuge nennen als bislang, teilte die Behörde EPA am Mittwoch mit. Die EPA habe den Verbrauch selbst getestet und auch BMW-Ingenieuren auf die Finger geschaut. Dabei habe sich gezeigt, dass die vier getesteten Modelle jeweils nicht so weit mit einer Gallone Benzin im kombinierten Autobahn- und Stadtverkehr fahren konnten wie von BMW angegeben. Der Mini Cooper S mit Handschaltung etwa komme auf der Autobahn mit einer Gallone (3,79 Liter) statt 38 nur 34 Meilen (rund 54,7 Kilometer) weit.

Autohersteller stehen seit längerem im Verdacht, den tatsächlichen Verbrauch der Fahrzeuge zu schönen. In Italien hatte jüngst eine Verbraucherschutzorganisation gerichtliche Schritte gegen VW und Fiat angekündigt. Sie wirft ihnen Irreführung der Kunden vor, weil in den Verkaufsunterlagen die Energieeffizienz von Autos höher angegeben werde als sie tatsächlich sei. So nutzten VW und Fiat Tricks wie zu stark aufgepumpte Reifen oder künstliche Gewichtsreduzierungen, um zu vorteilhaften Ergebnissen zu kommen.

 

Kommentare

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  1. syssiphus sagt:

    Mein neuer Golf 7 braucht auch ca. 1 Ltr. Super mehr,als angegeben.Es ist doch mittlerweile Allgemeinwissen,dass man den Herstellern die Verbrauchsangaben nicht glauben darf.

  2. Tretauto sagt:

    Welcher Hersteller betrügt dabei nicht seit Jahren ?

  3. Bernhard sagt:

    So sieht neuzeitliche Industriepolitik aus: finde Probleme und klage. Wir wissen seit etlichen Jahren, dass ALLE Automobilfirmen nur unter besonderen (Labor)Bedingungen die veröffentlichten Kraftstoffverbräuche erzielen. In Europa wird auf der Basis des Zyklus NEFZ nach EG Richtlinie 98/69 EG der Kraftstoffverbrauch ermittelt und festgelegt. Dass leider in dieser Richtlinie nicht auch die Rahmenbedingungen ausreichend hart festgeklopft sind, öffnet den Möglichkeiten der Fahrzeughersteller Tür und Tor, wie auch dieser Artikel zeigt: Reifendruck, Reifenmischung, aerodynamische Veränderungen, Gewichtsreduzierungen und so weiter.

    Man darf sich nicht täuschen: die Gesetze werden durch Kungeleien der Industrievertreter mit den Gesetzesverantwortlichen gemacht; ganze Stäbe an Argumenteerfindern sitzen in den Hinterzimmern der Macht, um ihre Manipulationsmöglichkeiten herauszufinden.

    Seit ca. 7000 km schreibe ich meinen Kraftstoffverbrauch auf und vergleiche den mit der Angabe des Bordcomputers: +8%; der ADAC schrieb über mein Fahrzeug: 6,4 l/100 km. IST: 8,24 l/100 km; gegenüber den Daten vom ADAC ergibt sich eine Differenz von +28,75 Prozent.

  4. Werner sagt:

    Die Deutschen (BMW) als „Bescheisser“ . Naja , zum Glücl kauft eh kein Ami einen BMW-Mini !! Aber es steht „BMW“ gut zu Gesicht !

    mfg. Werner