Zypern will Kapitalverkehrs-Kontrollen abschaffen

Zypern erwägt die Abschaffung von Kapitalverkehrs-Kontrollen. Der Stresstest der EZB habe gezeigt, dass sich das Banken-System auf der Insel stabilisiert habe.

Zypern hat nach dem EU-Bankenstresstest ein schnelleres Ende der Kapitelverkehrskontrollen in Aussicht gestellt. Der Test habe gezeigt, dass sich der Bankensektor auf der Insel stabilisiert habe, sagte Finanzminister Harris Georgiades am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Die letzten verbliebenen Beschränkungen würden „bald schritt- und stufenweise aufgehoben“. Beim Stresstest waren drei Banken des Landes durchgefallen. Georgiades wies allerdings darauf hin, dass offenbar ein Puffer von einer Milliarde Euro für die Co-Op-Bank doch nicht benötigt werde. Dies dürfte sich positiv auf die Staatsverschuldung auswirken.

Die Banken in Zypern waren im vergangenen Jahr in Schieflage geraten. Da eine Rettung den Mittelmeerstaat überforderte, griffen EU und IWF dem Land mit zehn Milliarden Euro unter die Arme. Bei der Sanierung der Bank of Cyprus wurden auch Konten vermögender Sparer herangezogen, ein Novum in der Euro-Zone. Die Regierung hatte zudem Maßnahmen gegen die Kapitalflucht ergriffen, die zum Teil wieder aufgehoben worden. Die Ratingagentur S&P bescheinigte Zypern am Freitag eine bessere Entwicklung der Wirtschaft und Haushaltslage als erwartet.

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