Fujifilm will US-Impfstoffhersteller übernehmen

Fujifilm will einen US-Impfstoffhersteller übernehmen. Damit will der japanische Konzern sein Medikamenten-Angebot zur Bekämpfung von Ebola stärken.

Fujifilm baut seine Pharmasparte als zusätzliches Standbein mit der Übernahme eines US-Impfstoffherstellers aus. Der japanische Foto-Konzern kündigte am Montag an, zunächst 49 Prozent an dem texanischen Unternehmen Kalon Biotherapeutics zu erwerben und diesen Anteil dann möglicherweise bis auf 100 Prozent aufzustocken. Damit will Fujifilm auch sein Medikamenten-Angebot zur Bekämpfung von Ebola stärken. Denn das 2011 gegründete US-Unternehmen besitze Expertise in der Produktion von Impfstoffen für Gesundheitsnotstände, wie sie durch die derzeit in Westafrika grassierende Seuche aber auch durch Milzbrand und Grippe-Pandemien ausgelöst werden könnten. Einen Übernahmepreis nannte Fujifilm nicht.

Der 1934 gegründete Fujifilm-Konzern zählte einst zu den weltweit größten Fotofilm-Produzenten. Seit dem Siegeszug der digitalen Fotografie drängen die Japaner aber verstärkt in neue Geschäftsfelder – dazu gehört auch das Pharmageschäft. 2008 übernahm Fujifilm die Firma Toyama Chemical. Deren Grippe-Mittel Avigan wurde bereits bei der Behandlung von Ebola-Patienten in Europa eingesetzte, die aus Westafrika ausgeflogen wurden. Frankreich und das westafrikanische Guinea wollen ab Mitte November Avigan in Guinea an Ebola-Patitienten klinisch testen. Sollte das Mittel dabei erfolgreich sein, rechnet Fujufilm mit Nachfragen, Avigan rasch in größeren Mengen zu liefern.

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