Continental will Asien-Geschäft mit Zukauf stärken

Der Autozulieferer Continental überlegt eine milliardenschwere Übernahme in Asien. Der konzernweite Anteil des Asien-Geschäfts soll innerhalb der nächsten fünf Jahre um zehn Prozentpunkte steigen. So will der Konzern die Abhängigkeit vom Automobilgeschäft reduzieren.

Der Autozulieferer Continental denkt über eine milliardenschwere Übernahme in Asien nach. „Ideal wäre es, wenn mit dem Zukauf auch die Präsenz in einer Region gestärkt werden könnte, in der wir heute unterrepräsentiert sind“, sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer der Börsen-Zeitung. Der konzernweite Anteil des Asien-Geschäfts solle innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 30 Prozent von 20 Prozent Ende 2013 steigen, sagte Schäfer. Dem Finanzchef zufolge könne der noch vor wenigen Jahren hoch verschuldete Konzern einen Erwerb in der Größenordnung von ein bis zwei Milliarden Euro „gut verkraften“, ohne das seit 2013 wieder auf Investment-Grade-Niveau liegende Rating zu gefährden.

Der Konzern hatte im Februar die Übernahme des US-Kautschuk- und Kunststoff-Spezialisten Veyance für 1,4 Milliarden Euro angekündigt. Ein weiterer Zukauf sei bald nach der noch im vierten Quartal erwarteten behördlichen Genehmigung der Veyance-Übernahme möglich, sagte Schäfer. „Aber das hängt auch von den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen ab“.

Bei der Suche nach einem Akquisitionsziel konzentriere sich Continental allerdings nicht nur auf Asien, merkte Schäfer an. Der Erwerb solle wie schon bei der früheren Goodyear-Sparte Veyance dazu beitragen, die Abhängigkeit vom zyklischen Automobilgeschäft zu reduzieren und den Umsatzanteil des weniger dynamisch wachsenden Industriegeschäfts auf 40 Prozent von knapp 30 Prozent zu erhöhen. Um diese Zielquote zu erreichen, wäre eine weitere Akquisition „in der Größenordnung von Veyance sehr hilfreich“, sagte Schäfer.

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