Schweizer stoppen Abwärtstrend beim Konsum

Die Kauflaune der Schweizer hat sich wieder stabilisiert. Dank des Tourismus und soliden Zahlen bei den Neuzulassungen konnte der schwache Konsum vom Sommer aufgefangen werden. Der Einzelhandel sieht den weiteren Verlauf jedoch überwiegend pessimistisch.

Die Kauflaune in der Schweiz steigt im September leicht an und hat sich vom schwachen Sommer erholt. Die Schweizer Bank UBS geht in ihrem Konsumindikator davon aus, dass ab September eine leichte Erholung im Schweizer Tourismus eingesetzt hat. Das Wirtschaftsforschungsinstitut BAKBASEL und das Staatssekretariat für Wirtschaft schätzen zudem, dass im September und Oktober die Hotellogiernächte in der Schweiz um rund 1,5 Prozent zum Vorjahr zulegen konnten.

Noch von Juni bis August ist der Konsumindikator von 2,07 auf 1,28 Punkten gefallen. Die Ökonomen der UBS machen das schlechte Wetter dafür verantwortlich. Die Anzahl der Hotelübernachtungen von Inländern sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent und zog auch den UBS-Konsumindikator in die Tiefe.

Ein weiterer Hinweis auf eine Stabilisierung des Konsums liegt in der Neuzulassung von Neuwagen. Diese stabilisierten sich im September. „Mit einem Plus von 0,1 Prozent bleiben die saisonbereinigten Neuwagenregistrierungen zum Vormonat fast unverändert“, heißt es in einer Mitteilung der UBS. Für das Gesamtjahr ist jedoch eine negative Entwicklung der Neuzulassungen zu erwarten, denn in den ersten neun Monaten gab es ein Minus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Detailhandel in der Schweiz schätzt die Situation pessimistisch ein und verharrte im September im negativen Bereich bei -2 Punkten. Das Stimmungsbarometer der Detailhändler liegt weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt von 6 Punkten.

Der Geschäftsgang im Detailhandel, der von der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich erhoben wird und als einer von 5 Subindikatoren in den UBS-Konsumindikator einfliesst, Damit sind die Pessimisten unter den Detailhändlern leicht in der Überzahl.

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