Metro bestätigt „lose Gespräche“ mit Karstadt-Eigner Benko

Der Handelskonzern Metro hat erstmals Gespräche mit dem Karstadt-Eigner Rene Benko über Kaufhof bestätigt. Seit der Karstadt-Übernahme durch Benko sind Spekulationen um eine Zusammenführung mit den Warenhäusern der Metro-Tochter Kaufhof wieder aufgelebt.

„Es gab lose Gespräche“, sagte ein Metro-Sprecher am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Mehr gab es nicht und wird es in nächster Zukunft auch nicht geben.“ Seit der Karstadt-Übernahme durch Benko sind Spekulationen um eine Zusammenführung mit den Warenhäusern der Metro-Tochter Kaufhof wieder aufgelebt.

Das Magazin Focus hatte zuvor berichtet, Benko verstärke trotz öffentlicher Dementis seine Bemühungen um den Konkurrenten Kaufhof. Der Österreicher habe sich dazu mit dem Metro-Manager Christian Baier getroffen, der den Bereich Strategie und Fusionen bei dem Kaufhof-Mutterkonzern leite, berichtete das Magazin ohne Angaben von Quellen. Dass die mögliche Fusion beider Kaufhaus-Ketten zentrales Gesprächsthema war, gelte als wahrscheinlich.

Der Kaufhof sei gut aufgestellt und sehr erfolgreich, mit dem die Metro zufrieden sei, sagte der Metro-Sprecher. „Wir sehen keinen Handlungsbedarf oder irgendeine Veranlassung aktuell etwas zu unternehmen“.

Benko war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Erst vor gut einer Woche hatte die Signa-Holding von Benko einen Bericht über einen neuen Anlauf zur Übernahme von Kaufhof zurückgewiesen. Benko und Signa konzentrierten sich völlig auf die Sanierung der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt, erklärte ein Signa-Sprecher seinerzeit.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im August erfahren, dass Benko mit Blick auf den Kaufhof bei Metro-Großaktionär Haniel angeklopft hatte. Konkrete Gespräche gebe es aber nicht, sagten Insider immer wieder, es handele sich nur um lose Kontakte.

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