Deutsche Bank: Strafzinsen bald Normalität

Eine Direktbank aus Thüringen hat vergangene Strafzinsen Woche eingeführt. Nach Einschätzung der Deutschen Bank werden Strafzinsen auf Konten und Sparbüchern bald zur Normalität. Auch Privatkunden werden betroffen sein.

Nach Einschätzung des obersten Vermögensverwalters der Deutschen Bank werden Strafzinsen auf Konten und Sparbüchern bald zur Normalität. „Einige wenige Banken berechnen ihren Kunden jetzt schon negative Zinsen“, sagte Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege der Deutschen Asset & Wealth Management, der Welt am Sonntag. „Das dürfte angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bald keine Seltenheit mehr sein“.

Seit Samstag verlangt die Deutsche Skatbank von Kunden, die große Summen auf Tagesgeld- oder Girokonten parken, einen Strafzins von 0,25 Prozent. Der Tabubruch der kleinen Direktbank aus Thüringen soll nach den Vorstellungen des Raiffeisen- und Volksbanken-Verbandes BVR und des Sparkassenverbands DSGV ein Einzelfall bleiben. „Der BVR spricht sich weiterhin gegen negative Zinssätze für Einlagen von Privatkunden aus“, sagte eine BVR-Sprecherin vor wenigen Tagen. In Deutschland sei der Wettbewerb so intensiv, dass er Strafzinsen nicht zulasse, hatte ein DSGV-Sprecher gesagt.

Wöhrmann teilt diese Einschätzung offenbar nicht. Strafzinsen, die bislang höchstens für Geschäftskunden gelte, träfen bald auch Privatkunden, sagte der Deutsche-Bank-Manager.

Die Europäische Zentralbank (EZB) verlangt Strafzinsen von Banken, die Geld bei ihr kurzfristig parken. Sie setzt darauf, dass die Banken das Geld lieber weiterverleihen an Unternehmen und Haushalte und die Konjunktur insbesondere in den Euro-Krisenländern ankurbeln.

Bei der Deutschen Skatbank zahlen nur Kunden den Strafzins, die mehr als 500.000 Euro auf dem Tagesgeld-Konto haben. Bei Girokonten gilt er für Summen über zwei Millionen Euro.

Kommentare

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  1. McBiehl sagt:

    Ich hatte mich neulich mit einer Chinesin zu dem Thema unterhalten, die Managerin bei einem großen Konzern ist und zum Lernen für 3 Monate in Deutschland ist, in China, aber auch in anderen Ländern ist man über die EU und auch insbesondere Deutschland verwundert. In China, wo wenn in der EU ein Kind geboren wird dort gleich 1000 kommen, und auch nur so wenig wegen der Geburtenkontrolle ist eines klar. Man lernt ab dem 2. Lebensjahrs als erstes das es die Prio 1 ist, alles für China anzueignen. Zu ihrer Schulzeit war man sich Sicher das Deutschland etc. ab dem Jahr 2000 alles Blockt was Verlagerung und Reichtumsmöglichkeiten in China angeht, was ja auch mit Afrika seit Jahrzehnten gemacht wird. Und während die ganze Welt Angst vor China hat, ist es nur die EU die sich ausnehmen lässt, ohne Widerstand und man bedankt sich. Die Chinesische Zentralbank, und deshalb ist auch die USA nervös macht derzeit alles, um die Minuszinsen, Aktien Boom etc. hier in Europa anzutreiben. Man will unabhängig von eigenem Risiko eine massive Wirtschaftskrise erzeugen. Denn für den Traum das Land Nummer 1 zu sein, wie USA im letzten Jahrhundert, macht man alles. Interessant wird es wenn die USA mit z.B. Russland einen 3. Weltkrieg erzeugt. Möglichst weit von der USA weg natürlich, und was ist besser geeignet als zum Beispiel Europa. China Rüstet derzeit auch deshalb Militärisch stark auf. Sie ist sich Sicher das es auch bald in China zu Krisen kommen, Immobilien, Aktien etc. Aber die Infrastruktur ist da. Und das ist das was zählt. Am Ende schaffen wir uns selbst ab.

  2. Michi sagt:

    Und dann wundert man sich warum Deutsche Firmen abwandern und private Großanleger ihr Geld in Liechtenstein oder die Schweiz schaffen.

  3. Jensi sagt:

    Die würde ich bei dem Kontostand auch gerne zahlen.

  4. Lesefuchs sagt:

    Langsam sollte jedem klar werden das das Geld zu Hause besser aufgehoben ist!

  5. Matthes sagt:

    Strafzinsen Normalität?
    Glaube ich nicht. Das Geld lege ich unters Kopfkissen und die Bank schaut in die Röhre. Man muss nicht alles mitmachen!

    • ariovist sagt:

      Denk,ste! Als Nächstes kommt die Beseitigung des Bargeldes. Jeder hat dann auch ein Konto. Dann müssen alle Gelder auf die Bank bei sonstigem Verfall, und die Banken haben weiteres „Spielgeld! Und Goldverbot dazu. Die Banken und deren Eigentümer bestimmen die Politik.

  6. Alfred Beer sagt:

    Das ist das letzte Aufbäumen dieses Geldsystems – Strafzinsen wenn Du Geld besitzt.

    Die Zinsen können nicht mehr erhöht werden, weil die Staaten ( nicht die Schulden ) sondern bereits die Zinsen dafür nicht mehr zahlen können, sie würden sofort bankrott gehen.

    Wenn die Banken damit bei den Privaten beginnen, bitte liebe Leute holt Euch alle Euer Geld.
    Dann wird noch am selben Tag das System vorbei sein.
    In Wahrheit können wir Kleine das System jeden Tag beenden wenn wir wollten.

  7. guenther heim sagt:

    Tja nun ist der Raubtier-Kapitalisumus von der Leine,haben wir das nicht ALLE gewollt?

    • guenther heim sagt:

      Wir können uns wehren,sofot ALLE Gelder abziehen und im Garten vergraben bis die Habgierigen Banken wieder zur Vernunft gekommen sind!!!

  8. SoWieSo sagt:

    „Eine Direktbank aus Thüringen hat vergangene Strafzinsen Woche eingeführt.“

    Alles unklar, oder was?

  9. hingucker sagt:

    Das habt ihr in Brüssel klasse hingekriegt. Die EU wird mir immer sympatischer.