Österreich: Finanzaufseher verurteilen Verbund-Vorstände zu Geldstrafe

Die Vorstände des Energiekonzerns Verbund sind wegen Marktmanipulation mit einem Bußgeld von 77.000 Euro belegt worden. Die Geldstrafe muss von den Vorstandsmitgliedern persönlich bezahlt werden. Hintergrund ist der Verkauf des Türkei-Geschäfts an den deutschen Konkurrenten E.ON.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht hat die Führung des Energiekonzerns Verbund zu einer Geldstrafe wegen Marktmanipulation verdonnert. Hintergrund ist der Verkauf des Türkei-Geschäfts an den deutschen Konkurrenten E.ON. Medien hatten im Vorfeld des Verkaufs mehrfach über entsprechende Pläne berichtet, das Unternehmen hatte das jedoch zurückgewiesen. Daraufhin hatte die FMA Ermittlungen wegen Marktmanipulation eingeleitet.

Nun habe die Behörde Geldstrafen sowohl gegen Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber als auch andere Vorstandsmitglieder verhängt, bestätigte ein FMA-Sprecher am Montag einen Bericht der Tageszeitung Der Standard. Dem Blatt zufolge beträgt das Bußgeld 77.000 Euro und muss von den Vorstandsmitgliedern persönlich bezahlt werden. Eine Verbund-Sprecherin erklärte, das Unternehmen habe nach eigener Einschätzung korrekt kommuniziert.

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