Deutsches Handwerk steigert Umsatz und Beschäftigung

Die deutschen Handwerks-Betriebe konnten Aufträge, Auslastung, Umsatz und Beschäftigung seit Jahresbeginn verbessern. Für 2014 erwarte man weiter zwei Prozent mehr Umsatz und 25.000 neue Jobs, so Branchenverbandschef Schwannecke. Exportabhängige Wirtschaftszweige mussten ihre Geschäftsziele zuletzt herunterschrauben.

Die vielen internationalen Krisen und die globale Konjunkturabkühlung lassen das deutsche Handwerk bisher kalt. „Die Schlagzahl der Handwerkskonjunktur bleibt unverändert hoch“, sagte der Generalsekretär des Branchenverbandes ZDH, Holger Schwannecke, am Montag. Die Betriebe zeigten sich „unbeeindruckt“ von den Problemen der Weltwirtschaft. Aufträge, Auslastung, Umsatz und Beschäftigung hätten sich seit Jahresbeginn jeweils verbessert.

Für 2014 erwarte man weiter zwei Prozent mehr Umsatz und 25.000 neue Jobs, betonte Schwannecke. Viele andere – stärker vom Export abhängige – Wirtschaftszweige mussten ihre Geschäftsziele zuletzt herunterschrauben. Im nächsten Jahr dürfte die schwächelnde Konjunktur allerdings nicht spurlos am Handwerk vorbeigehen, fügte Schwannecke hinzu. Denn für 2015 rechnet der ZDH nur noch mit rund 1,5 Prozent mehr Umsatz.

Die Ankündigung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, zwischen 2016 und 2018 jährlich rund 3,3 Milliarden Euro mehr als geplant für Investitionen bereitzustellen, bezeichnete der ZDH als richtiges Signal. „Aber die Mittel werden nicht reichen“, mahnte Schwannecke. Allein für den Erhalt der Infrastruktur fehlten rund vier Milliarden Euro pro Jahr. „Weitere zwei bis drei Milliarden Euro jährlich werden gebraucht, um den Investitionsrückstand der vergangenen Jahre aufzuholen.“

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  1. Handwerker sagt:

    Nicht schlecht. 2% mehr Umsatz.
    Nun, dank gestiegener Kosten weit und breit heißt das, dass weniger als im Vorjahr überbleibt.
    Ach halt, wir haben ja nur 0,8 % Inflation …

    Bei den Handwerksbetrieben kommen Krisen immer verspätet an, weil die gut betuchteren Menschen auf dem Kapitalmarkt wenig Rendite einfahren. Da wird gern ins eigene Heim investiert.

    Gut für uns. Bis zu einem gewissen Punkt.