Hornbach-Familie will Baumarkt-Kette „übernahmesicher“ machen

Die Eigentümer der Baumarktkette Hornbach prüfen eine Umwandlung ihrer Konzern-Holding in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Damit könnten sie dem Unternehmen mehr Gewicht an der Börse verleihen, ohne die Vormachtstellung der Familie zu gefährden.

Die Eigentümer der Baumarktkette Hornbach prüfen eine Umwandlung ihrer Konzern-Holding in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Damit könnten sie dem Unternehmen mehr Gewicht an der Börse verleihen, ohne die Vormachtstellung der Familie zu gefährden. Auch der vom Familien-Patriarchen Albrecht Hornbach geführte Vorstand sei von der Idee der Treuhandgesellschaft der Familie angetan, hieß es in einer Mitteilung vom Montag.

Bisher sind nur die Vorzugsaktien der Hornbach Holding AG an der Börse notiert sie werden im Kleinwerteindex SDax geführt. Nach der Umwandlung der Aktiengesellschaft in eine KGaA könnte alle Kommanditaktien an die Börse gebracht werden. Ausländische Anleger sehen die stimmrechtslosen deutschen Vorzugsaktien skeptisch.

Zahlreiche große Familiengesellschaften bedienen sich einer KGaA-Struktur, darunter die Dax-Unternehmen Merck und Henkel. Die Stammaktien der Hornbach Holding AG sind komplett in Familienhand, nachdem die Anteile des ehemaligen britischen Partners Kingfisher zurückgekauft wurden. Albrecht Hornbach hatte stets darauf gepocht, die Familie wolle Hornbach vor einer feindlichen Übernahme schützen. Diesen Zweck diene auch die ungewöhnliche Struktur mit zwei börsennotierten Firmen: der Hornbach Holding AG und der Hornbach Baumarkt-AG, in der das Geschäft mit Bau- und Gartenmärkten gebündelt ist und die 90 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht. Daran werde sich „kurz- und langfristig nichts ändern“, hatte der Vorstandschef kürzlich bekräftigt.

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