SPD will Steuer-Erleichterung bei Wohnungs-Sanierungen

SPD-Vize-Fraktionschef Hubertus Heil sagt, dass die steuerliche Förderung der energetischen Sanierung „überfällig“ sei. Zudem sei die Förderung aus ökonomischen und klimapolitischen Gründen vernünftig.

Die SPD will im Zuge des angekündigten Investitionspakets der Regierung die Wohnungs- und Haussanierung steuerlich erleichtern. „Ich glaube, dass die steuerliche Förderung der energetischen Sanierung nicht nur fällig ist, sondern überfällig“, sagte SPD-Vize-Fraktionschef Hubertus Heil am Dienstag in Berlin. Die Förderung sei aus ökonomischen und klimapolitischen Gründen vernünftig.

Je stärker die Produktion von Treibhausgasen im Gebäudesektor eingedämmt werde, umso geringer sei der Beitrag, den Kohlekraftwerke bringen müssten. Auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte zuletzt signalisiert, er sei für die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung. Über die Steuerausfälle müsse man nun besonders mit den Ländern reden, die in der vergangenen Wahlperiode das Vorhaben gestoppt hatten.

Gabriel hatte sich zuvor in einem Positionspapier gegen Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gestellt. Diese hatte deutlich gemacht, dass auch durch staatlichen Einfluss Kohlekraftwerke vom Netz müssten, um das Ziel einer Einsparung von 40 Prozent Kohlendioxid gegenüber 1990 in Deutschland bis 2020 zu erreichen. Gabriel erklärte nun: „Ich bin allerdings sicher, dass die Frage, welche Kraftwerke am Netz bleiben und welche stillgelegt werden, die Unternehmen entscheiden sollen und nicht der Staat.“

Kommentare

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  1. Matthes sagt:

    Fantastisch.
    Da hat ihm doch jemand erzählt, es wäre noch besser wenn man noch mehr Styropor auf die Fassaden kleben würde. Natürlich mit noch mehr staatlicher Unterstützung. Dass schon heute in diesen luftdichten Häusern und Wohnungen niemand mehr leben kann hat sich eben bis zu unserer Politik nicht herumgesprochen. Und die Lobby verrät ihm das natürlich nicht!

  2. Geschwätz oder Veräppelung ? sagt:

    Die energetische Sanierung ?
    Ist dieser hahnebüchene Unsinn noch immer nicht vom Tisch ?
    15.000 € Kosten bei jährlicher Enrergieinsparung im Wert von 300 €.
    Kaufmännisch sicher das richtige: Amortisationzeit 50 Jahre.
    Aber schon lange vorher ein verschimmeltes Objekt das die mieseste
    Wohnqualität direkt nach einer Hundeheütte aufweist.

    Politiker sollten eigentlich denken können. ( ausgenommen Spezialdemokraten )
    Sonst gehören sie zwecks Erwerb ihres Lebensunterhalts in den
    Steinbruch oder auf den Acker.