Verschärfter Sparkurs: Verbund streicht 250 Stellen

Der österreichische Energiekonzern Verbund verschärft sein Sparprogramm: In den kommenden fünf Jahren will das Unternehmen weitere 250 Stellen streichen. Das sind rund acht Prozent der Mitarbeiter.

Der österreichische Energiekonzern Verbund verschärft sein Sparprogramm: Bis 2020 wolle das Unternehmen weitere 250 Stellen streichen – das sind knapp acht Prozent der derzeitigen Personalstands von rund 3300 Beschäftigten. Zudem seien „deutliche Abstriche“ bei den für die kommenden Jahre vorgesehenen Investitionen geplant, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Details nannte der teilstaatliche Konzern nicht. Zuletzt hatte Verbund bis 2018 Investitionen von 1,5 Milliarden Euro geplant.

Grund für die Einschnitte, über die Verbund am Dienstag auch die Beschäftigten informiert habe, sind die sinkenden Strompreise. Sie sind in Deutschland – einem für Verbund wichtigen Markt – vor allem aufgrund von Überkapazitäten durch erneuerbare Energien massiv gesunken und schmälern die Erträge konventioneller Stromerzeuger.

Um gegenzusteuern, hatte der Konzern bereits im vergangenen Jahr den Abbau von 250 Stellen angekündigt. Unter anderem damit sollen die Kosten bis 2015 um 130 Millionen Euro sinken. Dieses Ziel würde „jedenfalls“ erreicht, erklärte das Unternehmen.

Im Zuge des neuen Sparprogramms sollen nun 110 Stellen in der Verwaltung und weitere 110 Stellen durch Schließungen und Verkäufe bei thermischen Kraftwerken wegfallen – 30 davon durch den Verkauf zweier französischer Gas-Kraftwerke. Weitere 60 Stellen fielen den Investitionskürzungen zum Opfer.

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  1. Geschwätz oder Veräppelung ? sagt:

    Sinkende Strompreise ?
    Wo?
    Wann ?
    Bei wem ?

    Trotz sinkender Strompreise zahle ich jährlich mehr, gebremst nur durch
    den Neukundenbonus bei jährlichem Anbieterwechsel.