Britische Supermärkte starten Preiskampf gegen Aldi

Die Aldi-Offensive in Großbritannien macht den britischen Supermärkten zu schaffen. Der Discounter Sainsbury will jetzt mit noch niedrigeren Preisen kontern. Um dies zu finanzieren, will Firmenchef Coupe auch niedrigere Gewinne in Kauf nehmen.

Die britische Supermarktkette Sainsbury will die angekündigte Offensive des Discounters Aldi mit niedrigeren Preisen kontern. Um dies zu finanzieren, sollen die Ausgaben gesenkt werden, kündigte der Konzern am Mittwoch an. Der im Juli angetretene Firmenchef Mike Coupe nimmt dafür auch einen niedrigeren Gewinn in Kauf und bereitete die Anleger auf eine rückläufige Jahresdividende vor.

Die britischen Lebensmittel-Einzelhändler leiden unter dem Vormarsch der deutschen Discounter Aldi und Lidl. Anfang der Woche hatte Aldi angekündigt, die Zahl seiner Filialen auf der Insel verdoppeln zu wollen. Der neu entfachte Preiskampf verschreckte Anleger scharenweise: Sainsbury-Aktien büßten 4,5 Prozent ein. Die Papiere des Marktführers Tesco verloren fast drei Prozent.

Sainsbury stand in den vergangenen Jahren im Vergleich zu seinen heimischen Rivalen noch verhältnismäßig gut da. Doch zuletzt musste auch Sainsbury seinen Ausblick zurückschrauben. Die Briten reagieren nun auf den verschärften Wettbewerb und kürzen die Investitionen um jährlich 500 bis 550 Millionen Pfund. Unter anderem soll die Expansion der Verkaufsfläche gedrosselt werden. Zugleich will der Händler in seinen Läden mehr Bekleidung, Haushaltswaren und saisonale Produkte anbieten.

Sainsbury streitet sich auf der Insel mit der Wal-Mart -Supermarkttochter Asda um den zweiten Platz hinter Marktführer Tesco. Während die großen Ketten unter der Nachfrageflaute leiden, konnten die deutschen Discounter Marktanteile ergattern.

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