Tschechischer Konzern will Vattenfalls Braunkohle-Geschäft übernehmen

Der tschechische Versorger EPH ist an dem deutschen Braunkohle-Geschäft von Vattenfall interessiert. Der schwedischen Energiekonzern hatte zuvor den Ausstieg aus dem Braunkohlegeschäft in Deutschland angekündigt. Der Verkauf betrifft mehr als 8000 Mitarbeiter in Deutschland.

Der tschechische Versorger EPH ist an dem deutschen Braunkohlegeschäft von Vattenfall interessiert. Das Unternehmen könnte das gesamte Braunkohle-Portfolio und andere Aktivitäten des schwedischen Energiekonzerns in Deutschland über die Tochter Mibrag übernehmen, sagte EPH-Chef Daniel Kretinsky am Mittwoch in Bratislava.

Vattenfall hatte Ende Oktober den Abschied aus seinem deutschen Braunkohlegeschäft mit Tausenden Beschäftigten angekündigt und könnte damit bis zu drei Milliarden Euro einnehmen. Der Staatskonzern will den Verkaufsprozess in Abstimmung mit der Bundesregierung und den Ländern Brandenburg und Sachsen vorantreiben, wo sich ein Großteil des Geschäfts befindet. Vattenfall beschäftigt in der Förderung und Verstromung von Braunkohle in Deutschland mehr als 8000 Mitarbeiter.

Wirtschaftsminister Gabriel hatte zuvor angekündigt, nach Schweden zu reisen um mit der Regierung über die Pläne des Vattenfall-Konzerns zum Verkauf seiner deutschen Braunkohle-Aktivitäten zu sprechen. Er warnte Vattenfall davor, Fehlinvestitionen in anderen Ländern auf dem Rücken der Arbeitnehmer und Stromkunden in Deutschland abzuladen. Zudem hat Gabriel einen raschen Ausstieg aus Kohlestrom als „Illusion der deutschen Energiepolitik“ bezeichnet.

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