Textilhersteller Lenzing meldet Gewinnzuwachs

Nach zwei Jahren Sparkurs verbucht der österreichische Textilfaser-Herstellers Lenzing wieder Gewinnzuwächse. Dank leichter Preissteigerungen stieg das operative Ergebnis um ein Zehntel. Analysten hatten mit Einbußen gerechnet.

Zum ersten Mal seit über zwei Jahren verbucht der österreichische Textilfaser-Herstellers Lenzing einen Gewinnzuwachs. Dank leichter Preissteigerungen und des laufenden Sparprogramms stieg das operative Ergebnis (Ebitda) um ein Zehntel auf 68 Millionen Euro, wie Lenzing am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten hingegen mit erneuten Einbußen gerechnet. Entsprechend positiv war das Echo an der Börse: Die Lenzing-Aktie legte bis zu 4,6 Prozent zu.

Die Firma stellt Viskosefasern her, die dann zu Bekleidung, Bettwäsche, Wattepads oder Tampons weiterverarbeitet werden. Lenzing hat sich dabei auf besonders hochwertige Fasern spezialisiert, um im Wettbewerb mit der asiatischen Konkurrenz bestehen zu können. In den vergangenen Jahren hatte dem Unternehmen ein massiver Verfall der Faserpreise zugesetzt, die wegen hoher Überkapazitäten in China einbrachen. Im dritten Quartal waren die durchschnittlichen Faserpreise leicht gestiegen. Der Umsatz stagnierte daher bei 457 Millionen Euro.

Weiter steigende Faserpreise seien jedoch nicht in Sicht, sagte Firmenchef Peter Untersperger der Nachrichtenagentur Reuters. „Ganz im Gegenteil.“ Einige Wettbewerber in Asien hätten die Preise gesenkt und Lenzing müsse nachziehen, um keine Kunden zu verlieren. Eine weitere Ergebnissteigerung im laufenden vierten Quartal im Vergleich zum dritten Quartal sei daher „kaum möglich“.

Um gegenzusteuern will Lenzing das laufende Sparprogramm verschärfen und die Sparziele von 90 Millionen Euro für 2014 und 160 Millionen Euro bis 2016 übertreffen. Details werde die Firma bis zum ersten Quartal 2015 ausarbeiten, sagte Untersperger. Bereits Ende 2013 hatte Lenzing angekündigt, weltweit 600 Vollzeitstellen abzubauen. Ein Großteil der Jobs sei bereits weggefallen, sagte Untersperger.

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