Stada-Chef verzichtet auf Pensionsansprüche

Der Chef des Arzneimittelherstellers Stada verzichtet auf Pensionsansprüche von fast 16 Millionen Euro. Er habe den dem Standort Deutschland, dem Unternehmen und den Aktionären den „Gefallen“ gern getan. Seine Pensionsansprüche liegen allerdings immer noch bei 24 Millionen Euro.

Der Chef des Arzneimittelherstellers Stada, Hartmut Retzlaff, verzichtet auf Pensionsansprüche von fast 16 Millionen Euro vor Steuern. Er hätte dieser Planänderung nicht zustimmen müssen, habe es aber gerne getan, sagte Retzlaff am Donnerstag in einer Telefonkonferenz.

„Es freut mich eben auch, dann sowohl dem Standort Deutschland als auch dem Unternehmen als auch den Aktionären – ich sags aus meiner Sicht – einen Gefallen getan zu haben“, fügte er hinzu. Nach Auskunft von Finanzchef Helmut Kraft liegen seine Ansprüche damit bei aktuell 24 Millionen Euro. Der Pensionsplan von Retzlaff war in den Medien heftig diskutiert worden.

Retzlaff ist seit 21 Jahren Vorstandschef des durch Marken wie Grippostad und Ladival bekannten hessischen Unternehmens. Er ist damit der am längsten amtierende Chef eines Dax- oder MDax-Unternehmens.

Die hohen Pensionsansprüche würden mit der Historie des Unternehmens zusammenhängen, sagte der Stada-Chef. Als er vor mehr als zwei Jahrzehnten den Vorstandsvorsitz übernommen habe, sei der Pensionsvertrag abgeschlossen worden. Damals habe Stada nur rund 100 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und nahezu keinen Ertrag. „Es ist uns gelungen unter meiner Leitung – nachdem das Unternehmen damals auch schon fast 100 Jahre alt war – aus einem etwas besseren Hasenstall ein mittlerweile gut reputierten MDax-Konzern zu machen“, sagte Retzlaff.

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