Merkel will schnellen Abschluss des Freihandels-Abkommens

Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte einen baldigen Abschluss des Freihandelsabkommens mit den USA. Sie verspricht sich durch das Abkommen „erhebliche Wachtums-Effekte“ für die europäische Wirtschaft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel drängt die Europäer zu mehr Tempo beim Abschluss von Freihandelsabkommen mit den USA und anderen Ländern. In der ersten Arbeitssitzung des G20-Gipfels im australischen Brisbane sei den Europäern von ihren Partnern aus dem asiatisch-pazifischen Raum vor Augen geführt worden, mit welcher Dynamik dort Handelsabsprachen unter anderem mit den USA vorangetrieben werden, sagte Merkel am Samstag am Rande des Treffens der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer. Das zeige, dass die Europäer mit ihren Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) „durchaus unter Zeitdruck stehen“. Die asiatischen Länder seien da um einiges weiter.

Merkel verwies darauf, dass ein freier Handel ganz erhebliche Wachstumseffekte habe. Positive Aussichten gebe es bei dem Thema aber inzwischen aber auch auf multilateraler Ebene. Nach der Einigung zwischen den USA und Indien sei nun der Weg frei, die sogenannte Bali-Runde über Erleichterungen in der Handelsabwicklung zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Das sollte es ermöglichen, eine Agenda für weitere internationale Verhandlungen über den Abbau von Handelshürden im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) zu formulieren.

Das eigentliche Kernthema der ersten Arbeitssitzung war nach Merkels Worten aber die aktuelle Lage der Weltwirtschaft und Möglichkeiten, das Wachstum stärker zu fördern. Dass Deutschland nun zusätzlich zehn Milliarden Euro investieren wolle, sei bei den G20-Partnern positiv aufgenommen worden. Im Übrigen müsse man bei dem Thema aufseiten der Europäer das angekündigte Rieseninvestitionsprogramm im Volumen von 300 Milliarden Euro mitberücksichtigen. Die Förderung des Wachstums über mehr Investitionen ist eines der Kernvorhaben der australischen G20-Präsidentschaft.

Kommentare

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  1. Annonymus26 sagt:

    Das TIPP ist der ESM für die USA.

  2. biersauer sagt:

    Dieser Oberbimbo erhofft sich Vorteile daraus, dass durch Vertragliche Augrenzung des Handels mit Russland/China, dafür mehr für die USA übrig bleiben wird, zum Nachteil der Deutsachen, dann müssen wir nicht nur für die US-Atombesatzung zahlen, sondern dürfen auch nicht mehr frei einkaufen, sondern müssen die Wallstreet fragen, wenn wir aus Russland Öl oder Gas einkaufen wollen, oder Holz aus den Wäldern Sibiriens.
    Wenn den USA dann etwas nicht passt, dann darf Deutschland Milliarden an Strafen an die USA bezahlen. Das wird dann Wegelagerei und der deutsche Trottel nimmt das kritiklos hin.

  3. ReiHe44 sagt:

    Ich war und bin ESM Skeptiker und nachdem vergangene Woche die Ukraine Hilfsgelder aus dem ESM erhalten hat, bin ich absoluter Gegener des ESM. Hier wurden wir genau so vorgeführt, wie es dann mit TTIP sein wiird. Ich kann noch immer nicht die Dreistheit begreifen, wie eine Clique über die Köpfe seiner Bevölkerung unumkehrbare Tatsachen schafft, für sich lebenslange Immunität verlangt, alles demokratischen Regeln aushebelt, d.h., dass nicht mal ein Gericht das Recht hat, diese Vorgänge zu prüfen und zu bewerten. Sind unsere Bürger wirklich solche Lemminge ?

  4. Siggy sagt:

    Sie verkloppt noch das letzte Hemd der Deutschen. Der grüne Trettin sagte bis Dato ungestraft: „Deutschland schafft sich jeden Tag etwas mehr ab und das ist gut so“. Sie ist wohl die größte amerikanische Mundartrednerin zur Zeit des großen Putin (ein aktualisierter alter Witz über den DDR-Ulbricht).

  5. xdl sagt:

    Ja, das kann wieder nicht schnell genug gehen.

    Und wie viele Jahre hat’s gedauert bis diese Verbrecher sich zur Mindestlohn-Mogelpackung durchgerungen haben?

    Aber jeder bekommt das was er verdient …

  6. hugin sagt:

    Merkel sucht nach fadenscheinigen Begründungen. Sie wil das „Freihandelsabkommen“ rasch durchdrücken, bevor es alle Politiker gelesen haben !
    Verstehen werden es die Polit-Amateure ohnehin nicht !

  7. M.Krispin sagt:

    Angies Zielvereinbarung von Obama ist dieses TTIP noch in diesem Jahr, bevor der Mob, aehnlich wie beim ESM noch die Stimmung drehen kann. Es ist zum Kotzen wie sich die Leute von dieser Frau fuer dumm verkaufen lassen. Ihre Anschlussverwendung ist mit Sicherheit schon geregelt in einem internationalem gutbezahltem Gremium oder Grossbank, was sich nicht unbedingt ausschliesst.

  8. Gregor sagt:

    Das fordert ja gerade zu zvielem Ungehorsam heraus. Ab auf die Strasse und zwang zu öffentlichen Politikerstatments – zwecks Abwahl!

  9. Matthes sagt:

    Wer ihr das wohl wieder erzählt hat?
    Oder will sie uns nur für dumm verkaufen? Warum sollte der Handel mit USA wachsen? Nur wegen diesem Abkommen? Die Wirtschaft will nur wie die Banken die Risiken auf die Steuerzahler verlagern. Und das braucht niemand!

  10. Freidenker sagt:

    …und freie Studien aus den USA beschreiben einen Verlust von 583000 Arbeitsplätzen
    …den Verlust der Lebensmittelsicherheit in Europa
    …die Aufhebung der BANKENREGULIERUNG in den USA!

    Laut EU sind doch Europäische Banken so gut reguliert….
    Einen Verlust von Arbeitsplätzen habe ich von der EU nicht gehört….
    …da denke ich ist das Chlorhühnchen noch unser kleinstes Problem!

    • biersauer sagt:

      In Österreichhat sich die Arbeitslosigkeit seit EU, mehr als verdoppelt!
      von 180.000 auf über 400.000, da weiß man wohin diese Reise geht.