HSH Nordbank legt im Neukundengeschäft deutlich zu

Die HSH Nordbank hat in den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres 9,4 Milliarden Euro im Neukundengeschäft erzielt. Vor allem das Immobiliengeschäft seit gut gelaufen, wo sich das Neugeschäft in den ersten neun Monaten auf 3,2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt habe.

Bei der HSH Nordbank geht es im Kundengeschäft aufwärts. In den ersten neun Monaten habe das Institut sein Neugeschäft auf sieben Milliarden Euro gesteigert, erklärte ein HSH-Sprecher am Samstag auf Anfrage. Im vergangenen Jahr seien es 4,9 Milliarden Euro gewesen. Dabei sei der September der stärkste Monat gewesen mit allein einer Milliarde Euro an Neugeschäft. Die Bank sei damit auf Kurs zu ihrem Jahresziel eines Neugeschäfts von rund 9,4 Milliarden Euro.

Rund sei es vor allem im Immobiliengeschäft gelaufen, wo sich das Neugeschäft in den ersten neun Monaten auf 3,2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt habe. Mit niedrigen Zinsen und einem hartem Wettbewerb hatte das Firmenkundengeschäft zu kämpfen, das um 20 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zurückgegangen sei. Im Bereich Schifffahrt habe das Neugeschäft, das zum Großteil im Ausland gemacht worden sei, um elf Prozent auf 1,0 Milliarden Euro zugelegt, in der Sparte Energie und Infrastruktur habe es bei 1,2 (Vorjahreszeitraum: 0,7) Milliarden Euro gelegen, sagte der Sprecher. Offizielle Geschäftszahlen will die Bank im Dezember veröffentlichen.

Die HSH Nordbank war beim Gesundheitscheck der europäischen Aufsichtsbehörden knapp durchgekommen. Sie leidet so stark wie keine andere deutsche Bank unter der seit Jahren anhaltenden Krise in der Schifffahrt. Deswegen hatten die Landeseigner Hamburg und Schleswig-Holstein den Garantieschirm für die Bank im vergangenen Jahr von sieben auf zehn Milliarden Euro wieder aufgestockt. Das sorgte dafür, dass die Bank den Stresstest der europäischen Aufsichtsbehörden bestand, zog aber ein Beihilfeverfahren der EU-Kommission nach sich. Die hat die Staatshilfe zwar vorläufig genehmigt, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Der Stresstest sei eine wichtige Zwischenetappe und gebe positives Momentum für das EU-Verfahren, erklärte der Sprecher. Die Anspannung für die HSH bleibe aber weiterhin hoch.

Kommentare

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  1. Insider sagt:

    Mitnichten sind allein die Schiffskredite schuld! Es sind viele Ursachen. Insbesondere die fehlende Einflussnahme der Eigentümer. Die Bank hat gemacht was sie wollte. Blinde Aufsichtsratsmitglieder aus der Politik spielen Kontrolleure. Inzwischen sind isgesamt 10.000.000.000,00 € Ländergarantien, 3.000.000.000,00 Bareinlagen der ländereigenen Finanzfondsanstalt sowie zuvor rund 3.000.000.000,00 Landesgelder reingeflossen. Summa summarum 16.000.000.000,00 € an Steuergeldern. Und der vormalige Wert der Bank ist auch noch verspielt. Zudem rund 13.000.000.000 notleidende Schiffskredite, die noch in der Bilanz sind.
    Diese Bank befindet sich in der „kontrollierten Abwicklung“. Das Neugeschäfft im voll besetzte Markt, im Verdrängungswettbewerb, kann die nötigen Erträge nicht bringen.
    Und die dümmliche Erziehein (und Finanzministerin) sorgt sich darum, dass der Arbeitsplatzabbau in Hamburg und Kiel „parallel“ läuft. Unglaublich – aber wahr!

  2. Pleitegeier sagt:

    Mit deutschem Steuerzahlergeld den Konkurs erfolgreich abgewendet.
    Prima Geschäftspolitik und tolle Ergebnisse.
    Das kann ja noch was werden.
    Sind die ganzen maroden Schiffsbeteiligungenm, die man nicht gutgläubigen
    Trotteln aufdrücken konnte, schon aus den Büchern ?
    Die Immobilienkredite sind sicherlich alle werthaltig.
    So wie die der 1 Mio Bauruinen in den Büchern spanischer Banken ?