Energiepreise sollen in 2015 für 12 Millionen Haushalte sinken

Über 100 Stromversorger senken im Jahr 2015 die Strom- und Gaspreise in der Grundversorgung. Über 12 Haushalte könnten so zwei bis neun Prozent sparen. Eine Trendwende zeichnet sich aber nicht ab. Schon in 2016 könnten die Preise wieder steigen.

Millionen Strom- und Gaskunden in Deutschland können zum Jahreswechsel auf leichte Preissenkungen hoffen. Nach einer Erhebung des Verbraucherportals Check24.de wollen 115 Versorger zum 1. Januar die Stromtarife in der Grundversorgung verbilligen. „So eine große Anzahl von Preissenkungen hatten wir noch nie“, sagte eine Sprecherin des Portals am Montag. Dies komme rund zwölf Millionen Haushalten zugute.

Allerdings handele es sich im Schnitt nur um einen Rückgang um 2,4 Prozent. Bei einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden wären dies 35 Euro weniger. Es gebe jedoch auch Anbieter, bei denen die Senkung mehr als neun Prozent beziehungsweise 134 Euro ausmache.

Verbraucherschützer fordern bereits seit längerer Zeit günstigere Tarife. Sie verweisen auf die gefallenen Strom-Großhandelspreise. Diese sind unter dem Druck des Ökostromausbaus und der Überkapazitäten bei den Kraftwerken allein seit Anfang 2013 um ein Viertel zurückgegangen. 2015 sinkt zudem erstmals leicht die Umlage zur Förderung des Ökostroms (EEG-Umlage). Die Gebühren für die Stromnetze steigen jedoch in einigen Regionen, was den Spielraum für Preisnachlässe dämpft.

Unter den Anbietern, die ihre Kunden entlasten, sind Versorger wie EnBW, Entega, die Frankfurter Mainova und die Stadtwerke München. Die Energieriesen E.ON und RWE halten sich noch bedeckt. Preisänderungen zum 1. Januar müssen noch in dieser Woche angemeldet werden. In den vergangenen Jahre kannten die Strompreise fast immer nur eine Richtung: nach oben. Dem statistischen Bundesamt zufolge haben sie sich seit dem Jahr 2000 nahezu verdoppelt.

auch 18 Gasgrundversorger niedrigere Preise für 2015 angekündigt. Damit würden rund eine Million Hauhalte entlastet. Im Schnitt betrage der Nachlass 5,5 Prozent. Dies mache bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden etwa 84 Euro aus.

Kommentare

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  1. 100 Jahre Deutsche Degeneration sagt:

    Die deutsche „Energiewende“: Bestes Beispiel der Wohlstandsverwahrlosung und Ideologie-Verliebtheit des degenerierten deutschen Michels.

    Die Verbraucher fordern an, und die Netzbetreiber müssen die erforderliche Leistung einspeisen. Dies klappte nahezu perfekt bis nach Fukushima Hals über Kopf ohne jegliche technische Notwendigkeit in diese Falsche Richtung gerudert wurde. Früher waren so gut wie gar keine Eingriffe der Netzschützer nötig, um die Netzfrequenz von 50 Hz zu halten, heute dagegen ständig. Das deutsche Stromnetz war das wohl stabilste und beste Netz weltweit. Bewundert und geachtet von den EVUs anderer Staaten. Jetzt sind „wir“ dagegen eine Lachnummer.

    Selbst wenn von den horrenden Kosten für Windstromparks, Subventionen, Installation neuer „Stromtrassen“, hohe Strompreise für Verbraucher, höhere Produktionskosten (damit geringere Wettbewerbsfähigkeit), Kosten für Bereithaltung der Reservekraftwerke etc. abgesehen wird, ist es aus technischer Sicht immer noch ein „Schuss in den Ofen“ der sitzt. Kein vernünftiger Mensch der sich mit den Zusammenhängen der Technik auskennt würde die stabile und günstige Stromversorgung die es bis vor wenigen Jahren gab freiwillig ad acta legen (warum wohl Subventionen nötig?).

    Hoffentlich fällt, damit die ganzen nicht informierten Bürger endlich aufwachen, im Winter mal der Strom über längere Zeit in einigen Regionen aus. Spätestens dann sollte man sich die gute Versorgung zurückwünschen durch konventionelle und nukleare Wärmekraftwerke.

    Mit Ideologie lässt sich weder heizen, noch kann man sie essen.

  2. ariovist sagt:

    Diese Windräder verschandeln nicht nur jede Landschaft, sondern sie irritieren, wenn sie in Bewegung sind, gleichsam einem laufenden Fernseher in einem Raum: Wenn man ihm nicht den Rücken drehen kann, ist man gezwungen hinzusehen, ob man nun will oder nicht. Bäume oder Äste, welche sich im Winde wiegen, stören nie! Es wird eine unnatürliche Unruhe erzeugt, welche sich auf die Psyche legt. Ich möchte so nicht wohnen!

    • Alfred Beer sagt:

      Nun jetzt mal nicht gleich die Nerven wegschmeißen.

      Es gibt Menschen die müssen Straßen und Eisenbahnlinien wohnen.
      Da sind diese Windsprudler doch das kleinste Übel.
      Wenn man dann noch die Überlandstrommasten ansieht und vergleicht, dann sind die Windräder sogar fotogen und lässig anzusehen.