Österreichs Gewerbe- und Handwerksbetriebe geraten unter Druck

Österreich Gewerbe- und Handwerkbetriebe schaffen 50 Prozent aller Neugründungen und bilden mehr als die Hälfte der Lehrlinge aus. Doch die schwache Konjunktur zwingt die Unternehmen dazu, auf Neueinstellungen zu verzichten. Die Wirtschaftskammer fordert daher den Ausbau von Fördermaßnahmen.

Die jüngsten Konjunkturprognosen und Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass die anhaltend schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung die Gewerbe- und Handwerksbetriebe unter Druck setzt. Schon jetzt planen sie erstmals seit vielen Jahren, kein neues Personal aufzunehmen. „Ohne gezielte und rasch wirkende konjunkturbelebende Maßnahmen könnten in Zukunft auch im Gewerbe und Handwerk Arbeitsplätze gefährdet sein“, sagt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundesparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Dabei umfassen Gewerbe und Handwerk 31,4 Prozent aller Betriebe und 33,7 Prozent aller Beschäftigten in Österreich. Die Sparten sorgen somit für rund 50 Prozent der Neugründungen und bilden mehr als die Hälfte der Lehrlinge aus. Diese mittelständische Struktur hat dazu geführt, dass Österreich nicht nur die Krise besser als andere Staaten gemeistert hat, sondern auch mehr Menschen in Beschäftigung bietet als vorher. Diese Unternehmen garantieren damit den österreichischen Wohlstand.

Daher seien Impulse notwendig, mit denen wieder mehr Wachstum und Beschäftigung erzielt werden könnten, fordert Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundesparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Das Gewerbe und Handwerk konzentriert sich dabei auf Modelle, die sich über die Laufzeit der Investitionen auch für die öffentliche Hand rechnen bzw. sogar Ertrag bringen.

An erster Stelle steht der von der öffentlichen Hand geförderten Investitionen ist der Handwerkerbonus zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und für eine Belebung der Konjunktur. Die Fördermaßnahme finanziert sich durch das erhöhte Steueraufkommen, ebenso wie Thermische Sanierung: 100 Millionen Euro staatliche Förderung lösen ein Sanierungsvolumen von mindestens 650 Millionen Euro im Inland aus. Damit können Arbeitsplätze gesichert und Arbeitslosengeld gespart werden.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.