3D-Druckerhersteller SLM steigert Gewinn kräftig

Der Umsatz von SLM hat sich im Herbst mehr als verdoppelt. Der 3D-Druckerhersteller liefert immer mehr Maschinen an Großkunden aus Luft- und Raumfahrt sowie aus der Energietechnik. An der Börse konnte sich die Aktie nach einem Einbruch Mitte Oktober wieder erholen.

SLM Solutions profitiert von der steigenden Nachfrage nach 3D-Druckern und konkretisiert seine Prognose. Der Umsatz verdoppelte sich im dritten Quartal fast auf 8 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Lübeck am Freitag mitteilte. Zugleich schrumpfte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung wegen der Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang und eines höheren Personalaufwands um fast zwei Drittel auf 160.000 Euro.

Bereinigt um diesen Effekt stieg der Betriebsgewinn nach neun Monaten um ein Drittel auf 785.000 Euro. Die Rendite (bereinigte Ebitda-Marge) lag bei 4,2 Prozent. Sie werde im Gesamtjahr erneut zweistellig sein, kündigte Finanzvorstand Uwe Bögershausen im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters an. Im vergangenen Jahr hatte die Rendite bei 11,5 Prozent gelegen. „Das Geld verdienen wir im vierten Quartal.“

Der Auftragseingang stieg kräftig: Bis Ende September bestellten die Kunden 36 Maschinen, 22 mehr als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Im Gesamtjahr soll der Bestelleingang am oberen Ende der in Aussicht gestellten Spanne zwischen 40 und 50 Maschinen liegen. Mitte November waren es bereits 43.

SLM registriert immer mehr Aufträge von Großkunden aus der Luft- und Raumfahrt sowie aus der Energiewirtschaft. „Das sind die Branchen, in denen wir im Moment das meiste Interesse an dieser Technologie feststellen“, sagte Bögershausen. Hier werde der 3D-Druck beim Turbinenbau eingesetzt. Mit 3D-Druckern lassen sich beliebige dreidimensionale Bauteile und Formen herstellen. Bei dem von SLM verwendeten Druck-Verfahren wird Metallpulver mit Hilfe von Laserstrahlen geschmolzen.

Die Aktie hat sich nach einem Kurseinbuch Mitte Oktober wieder erholt. Dennoch fiel der Börsengang von SLM Solutions bislang kleiner aus als erwartet.

 

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