SGL verhandelt mit Autobauern über Karbonfaser-Projekte

BMW und SGL betreiben in den USA zusammen ein Werk zur Produktion von Kohlefasern. Dennoch will der Zulieferer mit anderen Herstellern verhandeln. In der Vergangenheit war der Werkstoff für den Serieneinsatz in Autos zu teuer.

Der Spezialgrafithersteller SGL Group ist auf der Suche nach weiteren Partnern aus der Autobranche für seine Karbonfaser-Produkte. „SGL steht mit vielen Herstellern in Verhandlungen“, sagte Konzernchef Jürgen Köhler der Wirtschaftswoche. Köhler räumte allerdings ein, keine der Anfragen von Autoherstellern erreiche die Dimensionen von BMW.

BMW und SGL betreiben in den USA zusammen ein Werk zur Produktion von Kohlefasern. 2009 hatten sie das Joint Venture SGL Automotive Carbon Fibers gegründet, um BMW mit dem Material zu versorgen. Autobauer setzen große Hoffnung auf das Material als Werkstoff. Karbonfaserverstärkte Kunststoffe können in vielen Bereichen eines Autos Metall ersetzen, wodurch das Fahrzeuggewicht und damit auch der Spritverbrauch sinken. In der Vergangenheit war der Werkstoff für den Serieneinsatz in Autos zu teuer. Dies ändert sich aber dank neuer Produktionstechniken.

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