Die ganze Welt hat ein „Recht auf vergessen“

Google soll die Richtlinien, nachdem Nutzer die Löschung von Einträgen einfordern können, auf der ganzen Welt anwenden. Europas Datenschützer machen sich für ein „Recht auf Vergessen“ wie in Deutschland und Frankreich stark. Demnach solle Google Löschanträge auch auf Seiten mit der Endung „.com“ vornehmen.

Europäische Datenschützer wollen das „Recht auf Vergessen“ im Internet auf die ganze Welt ausweiten. Sie verständigten sich am Mittwoch auf Richtlinien, wonach Suchmaschinenbetreiber wie Google oder die Microsoft -Sparte Bing die Löschung von Inhalten auch auf Webseiten mit der Endung „.com“ anwenden sollen. Bislang gilt dieses Recht nur für Europa. Der Europäische Gerichtshof hatte im Mai entschieden, dass Google unter bestimmten Umständen Verweise auf Internetseiten mit persönlichen Daten aus der Liste der Suchergebnisse löschen muss. Die EU-Richter stärkten damit das „Recht auf Vergessen„. Die Regeln gelten aber nur auf den europäischen Google-Versionen wie google.de in Deutschland oder google.fr in Frankreich.

Ein Google-Sprecher sagte, der Konzern wolle die Richtlinien genau prüfen, sobald sie ihm vorlägen. Mit der Veröffentlichung der Vorgaben wird für Donnerstag oder Freitag gerechnet. Das Unternehmen aus Kalifornien steht bei der Konkurrenz und auch bei Politikern zunehmend wegen seiner Macht in der Kritik. Das EU-Parlament will noch in dieser Woche mit einem Antrag zur Aufspaltung von Google gegen die Dominanz der Suchmaschine ins Feld ziehen.

Kommentare

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  1. Schwob sagt:

    Nur die Deutschen nicht, sie sollen ja bis zum Sanktnimmerleinstag zahlen.

  2. Schwob sagt:

    Nur die Deutschen nicht, si sollen ja bis zum Sanktnimmerleinstag zahlen.