Ölfeldausrüster SBO kauft Konkurrenz in Kanada

SBO übernimmt 67 Prozent am kanadischen Ölfelddienstleister Resource Well Completion. Damit will das Unternehmen in den Nordamerika wachsen. Für die Übernahme nimmt SBO eine Verschuldung von 15 bis 20 Prozent in Kauf.

Der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) hat mit einem Zukauf in Kanada die lange angekündigte Ausweitung seiner Geschäftsaktivitäten in Angriff genommen. Die Österreicher übernehmen 67 Prozent am kanadischen Ölfelddienstleister Resource Well Completion Technolgies, wie das Unternehmen am mitteilte. Der Kaufpreis erfolge in mehreren Schritten: Die erste Tranche war mit der Vertragsunterzeichnung am Dienstag fällig und beträgt umgerechnet rund 28 Millionen Euro. Die zweite Tranche werde am 31. März 2015 fällig und betrage abhängig von dem Erreichen eines Jahreszieles zwischen 21,5 bis 35 Millionen Euro.

„Es war immer schon meine Strategie auch mit Akquisitionen zu wachsen“, sagte Vorstandschef Gerald Grohmann der Nachrichtenagentur Reuters. Finanzieren will das Ternitzer Unternehmen den Zukauf aus dem Cash Flow und durch bestehende Kreditlinien. Nach Bezahlung der zweiten Rate des Kaufpreises werde der Verschuldungsgrad voraussichtlich bei 15 bis 20 Prozent liegen, kündigte SBO an.

Schoeller-Bleckmann produziert Bohrköpfe und Bohrgestänge für die Suche nach Öl und Gas. Zu den wichtigsten Kunden zählen die vor einem Zusammenschluss stehenden US-Ölriesen Baker Hughes und Halliburton, sowie Schlumberger oder Weatherford. Ressource Well Completion produziert High-End-Produkte, mit denen man besonders effizient die Öl- und Gasproduktion fördern kann.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die bisher im Eigentum des Unternehmensgründers stehende kanadische Firma einen Umsatz von rund 28,6 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 60 Mitarbeiter. Die von Resource Well Completion hergestellten Produkte würden hauptsächlich in Nordamerika eingesetzt, sagte Grohmann. Vor allem im Bereich der boomenden Schiefergasgewinnung (Fracking). „Es gibt aber auch Pläne, dass man das Unternehmen Schritt für Schritt internationalisiert“, sagte Grohmann. So seien bereits erste kleinere Lieferungen nach China gegangen. Konkrete Ziele für das neue Geschäftsfeld will der SBO-Chef trotz der Wachstumspläne noch nicht nennen.

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