US-Firma wirft Iran weltweite Hackerangriffe vor

Einer Studie zufolge könnten weltweit Energiekonzerne und Fluggesellschaften Opfer von großangelegten Hackerangriffen aus dem Iran gewesen sein. Die US-Firma Cylane warnt, die Hacker würden ein Risiko für die Weltsicherheitslage darstellen.

Weltweit führende Energiekonzerne und Fluggesellschaften könnten in den beiden vergangenen Jahren möglicherweise Opfer von Hackerangriffen aus dem Iran geworden sein. Betroffen seien auch Luft- und Raumfahrtkonzerne, Flughäfen, Universitäten, Krankenhäuser und Telekomfirmen in den USA, Israel, China, Saudi Arabien, Indien, Deutschland, Frankreich und England, schreibt die US-Firma für Internetsicherheit, Cylance, in einer 87-seitigen Studie. Namen nannte sie nicht. Sollten die iranischen Hacker nicht aufgehalten werden, sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Weltsicherheitslage Schaden nähme, warnte die in Kalifornien ansässige Firma.

Es handele sich um haltlose Anschuldigungen, sagte der Sprecher des Irans bei den Vereinten Nationen. Das FBI wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Auch mehr als eine Woche nach dem schweren Hacker-Angriff kämpft das Sony -Filmstudio in Hollywood noch immer mit den Folgen. Einige Computersysteme konnten Insidern zufolge immer noch nicht wieder hochgefahren werden. Zudem ist dem Unternehmen das Ausmaß des Datenklaus noch unklar, wie aus einem internen Dokument hervorgeht, dass der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Das Management räumte darin ein, dass eine große Menge vertraulicher Daten gestohlen worden sei, sowohl über Mitarbeiter als auch Geschäftsunterlagen. Aber offenbar wurden auch noch unveröffentlichte Filme entwendet, von denen hochwertige Kopien zuletzt auf einschlägigen Tauschbörsen im Internet auftauchten. Darunter ist etwa das Musical „Annie“, das am 19. Dezember seine US-Kinopremiere feiern soll.

Bei dem Computer-Virus soll es sich Experten zufolge um eine besonders aggressive Schadsoftware handeln, die Festplatten zerstören und ganze Netzwerke lahmlegen kann. Die Ermittler unter Führung der US-Bundespolizei FBI ziehen eine Vielzahl Verdächtiger in Betracht, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Darunter sei auch Nordkorea. Das Online-Technologieportal Re/code berichtete kürzlich, dass Sony untersuche, ob die Hacker im Auftrag der Regierung in Pjöngjang das Filmstudio des japanischen Elektronikkonzerns ins Visier genommen haben. Hintergrund sei die Verärgerung Nordkoreas über eine Komödie über fiktive CIA-Pläne zur Ermordung von Staatschef Kim Jong Un, die am 25. Dezember in die US-Kinos kommen soll. Nordkoreas Regierung bezeichnete den Film als Kriegsakt.

Sony war erst 2011 Opfer eines massiven Hacker-Angriffes. Damals wurden Daten von Millionen-Nutzern des Netzwerks rund um die Spielekonsole Playstation gestohlen.

 

Kommentare

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  1. fan sagt:

    Und das korrupte und verkommene NSA- und CIA-Polit-Amerika meint doch tatsächlich, sich über andere Länder aufregen zu müssen, die lediglich auf kleinerer Flamme den Amis ihre Frevel nachzumachen versuchen – es wird immer verrückter..!

  2. Bernhard sagt:

    Ich sage nur NSA! Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.