Deutsche Telekom rüstet sich gegen Cyber-Attacken

Die Abwehr von Cyber-Attacken wird immer wichtiger. Die Telekom holt sich Knowhow aus dem Silicon Valley und will ihren Firmenkunden neue Sicherheitsprodukte anbieten. Doch der Deal mit der US-Firma FireEye könnte nach hinten losgehen. Das Unternehmen ist in den USA in Gerüchte über Insider Handel verwickelt.

Die Deutsche Telekom geht eine Zusammenarbeit mit der US-Firma FireEye ein. FireEye sitzt im Silicon Valley und bietet Unternehmen Dienste zur Verbesserung der Online-Sicherheit an. Deutsche Telekom-Kunden sollen durch die Kooperation den Service erhalten, ihr System auf mögliche Cyber-Attacken untersuchen zu lassen und können dann auf „Gegenmaßnahmen zurückgreifen.

Das Angebot richtet sich vor allem an Firmenkunden. Diese sollen rechtzeitig alarmiert werden können, sobald sich ein Cyber-Angriff abzeichnet. FireEye „isoliert und analysiert“ nach eigenen Angaben das Verhalten von „verdächtigen Inhalten im Internet“ in einer virtuellen Umgebung. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Cyber-Angriffe, die so umfangreich sind, dass sie vermutlich von Staaten finanziert werden, berichtet FT.

So soll FireEye einen Cyber-Angriff der chinesischen People’s Liberation Army für einen Kunden vereitelt haben. Das Unternehmen muss sich derzeit jedoch gegen eine Klage wehren, initiiert von eigenen Investoren. Der Wert der Aktie ist aufgrund von Gerüchten über Insider Verkäufe und schwache Verkaufszahlen dieses Jahr zudem bereits um 32 Prozent eingebrochen.

Internet- und Technologieunternehmen schlagen Profit aus der wachsenden Angst der Bürger und Unternehmer vor Cyber-Attacken. Die Telekom hat im Juli ihr erstes eigenes Rechenzentrum eröffnet. Im Oktober hat Amazon die Errichtung eines eigenen Rechenzentrums in Deutschland abgeschlossen. Amazon will es Kunden ermöglichen, Daten in Deutschland zu speichern. Deutschland gilt aufgrund seiner vergleichsweise strikten Datenschutzregeln als sicherer Ort zur Aufbewahrung heikler Firmendaten, im Gegensatz zu anderen Ländern wie den USA.

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  1. Goldfinger sagt:

    Aus den USA würde ich noch nicht einmal einen Lichtschalter kaufen,wegen Verwanzung von der NSA.Den traue ich den nächsten Jahrzehnten nicht mehr über den Weg.Unsere Zukunft liegt im Osten,das sind auch keine Waisenknaben,stellen aber für mich, nicht die persönliche Bedrohung dar, wie die USA.