Studie: Scheitern der Gold- und Ecopop-Initiativen erhöht Schweizer Investitionen

Das Investitionsklima in der Schweiz hat sich dank der Ablehnung der Gold- und Einwanderungsinitiatve verbessert. Die Schweiz ist auf Zuwanderer angewiesen, um den Arbeitsmarkt intakt zu halten. Das lockt Investoren an.

Die schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen könnte bald ein Ende haben. Die inländischen Investitionsunsicherheiten sind nach der deutlichen Ablehnung der Ecopop- und Goldinitiative wieder etwas zurückgegangen. Bei den Bauinvestitionen rechnet das Unternehmen BAK Basel Economics in den Jahren 2015 und 2016 aufgrund der Zweitwohnungsinitiative mit einer leicht rückläufigen Entwicklung. Weiterhin robust gibt sich der Ausblick hingegen für den privaten Konsum.

Die „Masseneinwanderungsinitiative“ und das trotz Erholungstendenzen weiter fragile globale Umfeld stellen jedoch nach wie vor erhebliche negative Risikofaktoren für den alles in allem günstigen Schweizer Konjunkturausblick dar.

Bei den privaten Konsumausgaben zeigen für die nächsten Jahre wieder günstigere Fundamentaldaten. Insbesondere die Zuwanderung dürfte bis 2016 hoch bleiben und im Verbund mit den intakten Arbeitsmarktperspektiven zu einem robusten Wachstum der Konsumausgaben führen. Zusätzliche Impulse gehen – wie auch global – von Kaufkraftgewinnen durch die tiefen Energiepreise aus.

Während die privaten Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen profitieren, ist im stark durch Rohstoffgeschäfte geprägten Transithandel mit Einbussen zu rechnen. Dies wird insbesondere im Jahr 2015 zu einem schwächeren Exportausweis führen, als es aufgrund der reinen Beschleunigung des Welthandels zu erwarten wäre.

Das globale Umfeld wird zum Jahreswechsel 2014/15 immer noch durch hohe Unsicherheiten, eine unzureichende realwirtschaftliche Erholung der Eurozone, rezessive Tendenzen in Japan und aus dem Tritt geratene Emerging Markets geprägt. Einen markanten Lichtblick bildet jedoch die gefestigte und wieder kräftig expandierende US-Wirtschaft. Dass diese auch im globalen Kontext Impulse zu setzen vermag, zeigten nicht zuletzt die kräftig gestiegenen Schweizer Ausfuhren vom Oktober.

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