Roboter-Anzug soll Fabrik-Arbeiter so stark wie Maschinen machen

Europäische Forscher haben einen Roboter-Anzug entwickelt, der Arbeiter in Fabriken effizienter machen soll. Die Rüstung soll insbesondere dabei helfen, schwere Lasten zu tragen. Interessenten gibt es vor allem aus der Auto-Industrie.

Europäische Forscher haben einen Roboter-Anzug entwickelt, der Arbeitern in Fabriken helfen soll, schwere Lasten zu tragen. Ein Team aus Design-Experten, Arbeitswissenschaftler und mögliche Käufern aus der Industrie arbeiten gemeinsam an dem Projekt. Die Rüstung soll Arbeitern die effizientere und gleichzeitig sichere Erfüllung ihrer Aufgaben ermöglichen – insbesondere das wiederholte Heben schwerer Lasten.

Wie phys.org berichtet, besteht das Exoskelett Robo-Mate aus einem Rumpfmodul, das der menschlichen Körperform angepasst ist und das die Druckbelastung im Lendenbereich senkt und sich mit unterschiedlich komplexen Erweiterungen für Arme und Beine ausrüsten lässt. Je nach Bedarf können diese Module passiv, teil- oder vollaktiv den Körper unterstützen.

Darüber hinaus wird Robo-Mate für die Steuerung der Produktionsprozesse mit Strichcodelesern, RFID (radio-frequency identification) oder anderen Systemen zur Erfassung von Werkstücken ausgerüstet. Head-up-Displays und Blickerkennung sorgen für die Orientierung.

Das Fraunhofer-Institut stellt in einer Mitteilung die Fortschritte bei der Entwicklung als „Meilenstein der Mensch-Maschine-Interaktion“ dar. „Da die anwenderfreundliche und interaktive Nutzung von Robotern im industriellen Umfeld im Mittelpunkt von Robo-Mate steht, werden die Produktionsarbeiter dabei eine zentrale Rolle einnehmen.

Der Vorteil gegenüber reinen Robotern liegt für das Institut auf der Hand: Durch die Kombination von maschineller Kraft und menschlicher Geschicklichkeit sollen Arbeiter mit dem Robo-Mate auch in unbeständigen und sich verändernden Produktionsumgebungen effizienter arbeiten als Mensch oder Maschine allein.

Im Sommer 2015 soll es einen ersten Prototypen-Workshop für Kunden geben. Siemens ist daran ebenso beteiligt wie verscheiden Automobil-Bauer in Frankreich, Italien und Rumänien.

Das Projekt ziele auf eine industrielle Anwendung ab. Demnach stünden dabei höhere Produktivität, effizientere Prozesse und verbesserte Arbeitsbedingungen im Vordergrund. „Mit Robo-Mate rücken die interaktiven, sicheren und wettbewerbsfähigen Fabriken der Zukunft in greifbare Nähe“, versprechen die Entwickler.

Das Projekt robo-mate.eu wird von der Europäischen Union mit 4,5 Millionen Euro gefördert.

Kommentare

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  1. Peter G. sagt:

    So wird das nicht funktionieren, was werden nicht unterstützte Körperteile wie Knie- und Fußgelenke dazu sagen? Außerdem, wenn ich dem Arm mehr Kraft verleihe, wirkt diese auch hier über das Schultergelenk. Das ultimative Exoskelett wird von Lt. Ripley (Sig. Weaver) in Alien 2 bewegt.

  2. Felix Klinkenberg sagt:

    Die feuchten Träume, der Herrscherdynastien, über das GB/US Imperium, werden von meinen Kollegen Entwickler, in völliger Naivität und mit Wissenschafts- Scheuklappen, allmählich verwirklicht. Wenn ihre Androiden, nicht nur mechanisch verbessert sind, sondern man ihnen auch, jeden freien Willen, wegevolutiniert hat. Dann haben sie, die für ihre Neue Feudalistische Ordnung, erforderlichen willenlosen Arbeit und Unterhaltungsdrohnen und sind damit in ihrem endgültigen Paradies angekommen.