Bundestagswahl 2017: Seehofer wünscht sich vierte Amtszeit Merkels

CSU-Chef Horst Seehofer wünscht sich, dass Kanzlerin Angela Merkel bei der Bundestagswahl 2017 ein viertes Mal als Spitzenkandidatin der CDU kandidiert. Sie soll die Geschicke des Landes als Bundeskanzlerin weiterführen.

CSU-Chef Horst Seehofer hat das Ziel ausgegeben, dass die Union mit der Kandidatin Angela Merkel bei der Bundestagswahl 2017 die absolute Mehrheit erzielen müsse. Unter Verweis auf das rot-rot-grüne Bündnis in Thüringen sagte Seehofer am Samstag auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg, die SPD werde auch auf Bundesebene ein solches Bündnis eingehen, falls sich die Gelegenheit ergebe. „Wir sind koalitionstreu, aber blöd sind wir nicht“, sagte er mit Blick auf die große Koalition im Bund. Also müsse die Antwort der Union sein, 2017 so stark zu werden, dass gegen CDU und CSU nicht regiert werden könne.

Zugleich sprach sich Seehofer klar für eine vierte Amtszeit Merkels aus. „Mit der Kanzlerin, mit dieser Form national und international, mit diesem Respekt, mit dieser natürlichen Autorität, da traue ich uns mit dieser Kanzlerin bei der Bundestagswahl noch ein Stückchen mehr zu, als wir es in der letzten Wahl schon erreicht haben“, sagte er. Im September 2013 hatte die Union bei der Bundestagswahl mit 41,5 Prozent die absolute Mehrheit knapp verfehlt. Seehofer bezeichnete es als kontraproduktiv, wenn sich die Union Gedanken über mögliche Koalitionspartner mache.

Allerdings äußerte sich der CSU-Chef gleichzeitig besorgt über die sinkende Zahl von CDU-Ministerpräsidenten in den Bundesländern. Es reiche für die Union auf Dauer nicht, zwar im Bund zu regieren, aber darunter nur einen „Rumpf“ zu haben, bei dem sie nicht einmal mehr als ein Drittel der Länder führe.

Rein rechnerisch könnte die SPD bereits im aktuellen Bundestag jederzeit mit Grünen und Linkspartei eine Regierungsmehrheit bilden. Die Sozialdemokraten hatten vor der Bundestagwahl 2013 ein Bündnis mit der Linken aber ausgeschlossen. Für 2017 soll diese Option indes offenbleiben. Bisher schließt etwa SPD-Chef Sigmar Gabriel ein Bündnis wegen der außen- und sicherheitspolitischen Positionen der Linken aus.

Kommentare

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  1. Gandalf sagt:

    Leider werden die beiden den Crash nicht überstehen.

  2. Goldfinger sagt:

    Der Seehofer kopiert wohl die Merkel,erst loben dann feuern.

  3. Demokrat sagt:

    Oh lieber Gott, was haben wir getan, dass du uns dies antust. Lass bitte diesen Kelch an uns vorübergehen.

  4. Volker K. sagt:

    „Bundestagswahl 2017: Seehofer wünscht sich vierte Amtszeit Merkels“

    Jeder Politiker lügt, wenn er muß!

  5. Horst sagt:

    Mein Gott Seehofer, was tust Du uns nur an.
    Früher hatte die CSU noch ihr eigenes Profil.

  6. Leopold sagt:

    Für Seehofer gut, für Deutschland schlecht. Sie lässt Seehofer zu viel Spielraum. Und hat für die Zukunft Deutschlands keinerlei Visionen! Aber die SPD hat die leider auch nicht.