Autozulieferer Stabilus profitiert von Wachstum in Asien

Stabilus will im kommenden Jahr seinen Gewinn erneut steigern. Bereits in 2014 konnte der Autozulieferer dank des starken Wachstums in Asien seinen Umsatz um 22 Prozent erhöhen. Das Unternehmen will durch eine Umschuldung die Zinslast senken.

Starkes Wachstum in Asien soll den Koblenzer Autozulieferer Stabilus auch im neuen Geschäftsjahr auf Rekordkurs halten. Der Hersteller von Gasfedern, Dämpfern und elektromechanischen Antrieben kündigte zudem am Montag an, seinen Aktionären im Geschäftsjahr 2014/15 etwa 20 bis 40 Prozent vom Gewinn als Dividende auszuschütten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr bis Ende September plant das Unternehmen, das seit Mai an der Börse ist, noch keine Dividende. Stabilus ist seit September im SDax gelistet.

„Wir sind weiterhin auf kräftigem Wachstumskurs und planen auch für 2015 ein weiteres Rekordjahr“, sagte Vorstandschef Dietmar Siemssen in einer Telefonkonferenz. Dabei setzt Siemssen unter anderem auf den Ausbau der Geschäfte in China. Im Geschäftsjahr 2013/14 hatte das Unternehmen dort seinen Umsatz um rund 22 Prozent erhöht. Darüber hinaus profitiert Stabilus von einer starken Nachfrage nach großen Geländewagen (SUVs) in Nordamerika. Die Koblenzer statten unter anderem die Heckklappen der Fahrzeuge mit ihren Gasfedern aus. Stabilus erwartet im neuen Geschäftsjahr im Konzern einen Umsatzanstieg von ungefähr zehn Prozent auf 550 bis 560 Millionen Euro. „Die Ebitda-Marge wird auf dem Niveau von 18,2 Prozent bleiben“, kündigte Finanzchef Mark Wilhelms an.

Im Juni will das Unternehmen seine Umschuldung weiter voranbringen, um seine Zinslasten zu verringern. Stabilus will eine Hochzinsanleihe vorzeitig kündigen und die Finanzierung umstellen. Das soll die Zinslasten jährlich um 13 Millionen Euro senken. Der Schritt ist laut Finanzchef Wilhelms mit einmaligen Extrakosten von 15 Millionen Euro verbunden. Der Jahresgewinn werde dadurch aber in Zukunft deutlich steigen. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Stabilus einen Überschuss von zehn Millionen Euro.

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