Drei Bieter wollen Holcim-Lafarge-Firmenteile kaufen

Die zum Verkauf stehenden Firmenteile nach der Fusion von Holcim und Lafarge sind begehrt. Mindestens drei Bieter wollen verbindliche Angebote abgeben. Insgesamt seien mehr als 60 Offerten für Anlagen und Zementwerke eingegangen.

Für die von Holcim und Lafarge zum Verkauf gestellten Firmenteile gibt es Insidern zufolge wohl drei Interessenten. Dies seien der irische Zementhersteller CRH, eine Gruppe, zu der Blackstone, Cinven und der kanadischen Pensionsfonds CPP gehören, sowie eine Gruppe mit CVC und den Staatsfonds von Abu Dhabi (ADIA) und Singapur, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Interessenten dürften bis Mitte Januar bindende Angebote abgeben.

Die Vermögenswerte dürften Holcim und Lafarge rund sechs Milliarden Euro einbringen, hieß es weiter. Holcim und Lafarge müssen die Geschäftsteile im Zuge ihrer Fusion verkaufen.

Die EU hat den im Frühjahr angekündigten Zusammenschluss der Konzerne aus der Schweiz und aus Frankreich zum weltgrößten Zementkonzern jüngst unter Auflagen genehmigt. Um Wettbewerbsbedenken für die rund 38 Milliarden Euro schweren Fusion auszuräumen, erklärten sich beide Konzerne bereit, überlappende Geschäftsbereiche in Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern zu veräußern. Im ersten Halbjahr 2015 soll das Vorhaben abgeschlossen sein.

Holcim-Finanzchef Thomas Aebischer hatte im November gesagt, es seien mehr als 60 Offerten für die Anlagen und Zementwerke eingegangen. Bereits abgewinkt haben große Konkurrenten wie etwa die deutsche HeidelbergCement und die mexikanische Cemex.

Den Insidern zufolge interessiert sich eine große Zahl von Bietern, darunter die italienische Italcementi und die türkische Sabanci, nur für Teile der zum Verkauf stehenden Anlagen und Zementwerke. Holcim und Lafarge würden aber einen Paketverkauf favorisieren, sagte eine der Personen.

Eine Lafarge-Sprecherin sagte, der Verkaufsprozess schreite gut voran. Sabanci und GIC waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, die anderen Unternehmen und Finanzinvestoren lehnten einen Kommentar ab.

Kommentare

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  1. Werner sagt:

    Quaaack…..

    Gibt’s denn noch etwas langweiligeres und altmodischeres als „Zement“ ?
    Grausig rückständig , nicht ?

  2. kutscherkarl sagt:

    Mit dieser US-Inszenierung der Russland-Sanktionen, wird allerdings auch die Baubranche leiden. Es wird weniger Neubau geben und weniger Zementbedarf.
    ASber bis dorthin werden die Verantwortlichen für diese Entwicklung nimmer auf ihren Posten sein, denn kaum dass Merkel, Hollande und Tusk, wieder gewählt werden.