Asklepios erwägt Anteilsaufstockung bei Rhön-Klinikum

Asklepios erwägt eine Aufstockung seiner Beteiligung am Rivalen Rhön-Klinikum. Die Führungsspitze von Asklepios habe erklärt, dass sie ihre Beteiligung als langfristige strategische Investition verstehe. Der Konzern strebe eine „angemessene Repräsentanz“ im Aufsichtsrat an.

Der Hamburger Klinikbetreiber Asklepios erwägt eine Aufstockung seiner Beteiligung am Rivalen Rhön-Klinikum. Die Führungsspitze von Asklepios habe erklärt, dass sie ihre Beteiligung als langfristige strategische Investition verstehe, teilte Rhön-Klinikum am Montag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Abhängig vom Börsenkurs und der Geschäftsentwicklung beabsichtige Asklepios, sich in den nächsten zwölf Monaten gegebenenfalls weitere Rhön-Stimmrechte zu sichern. Asklepios strebe eine „angemessene Repräsentanz“ im Aufsichtsrat an. Wesentliche Änderungen an der Kapitalstruktur von Rhön – etwa bei Finanzierung und Dividendenpolitik- plane der Konkurrent allerdings derzeit nicht.

Asklepios hatte seine Anteile nach früheren Angaben von Rhön im Rahmen des unlängst abgeschlossenen Aktienrückkaufprogramms bereits auf 15,25 Prozent erhöht. Zweiter Großaktionär bei Rhön ist der nordhessische Medizintechnikkonzern B. Braun, der inzwischen auf 18,01 Prozent der Anteile kommt. Die Familie des Rhön-Gründers und Aufsichtsratschefs Eugen Münch kommt aktuell noch auf einen Anteil von zusammen etwas mehr als elf Prozent In der Branche wird seit einiger Zeit erwartet, dass Asklepios und B. Braun bei Rhön künftig den Ton angeben werden.

Das Rhön-Klinikum hatte zu Jahresbeginn den Großteil seiner Krankenhäuser für rund drei Milliarden Euro an den Gesundheitskonzern Fresenius verkauft. Einen Teil der Einnahmen daraus reichte Rhön über einen Aktienrückkauf an seine Aktionäre weiter. Das fränkische Unternehmen erwarb für rund 1,6 Milliarden Euro eigene Aktien.

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