Verpackungsfirma Constantia Flexibles für 2,3 Milliarden Euro verkauft

Der österreichische Verpackungshersteller Constantia Flexibles hat gut ein Jahr nach dem gescheiterten Börsengang einen neuen Eigentümer. Das Wiener Unternehmen hatte im November 2013 einen bis zu 800 Millionen Euro schweren Gang an die Frankfurter Börse abgesagt.

Der österreichische Verpackungshersteller Constantia Flexibles hat gut ein Jahr nach dem gescheiterten Börsengang einen neuen Eigentümer. Der französische Finanzinvestor Wendel bewertet das Unternehmen bei der Übernahme mit 2,3 Milliarden Euro, wie die beteiligten Firmen am Dienstag mitteilten. Das entspreche dem Fünffachen des für 2014 erwarten operativen Ergebnisses (Ebitda), erklärte Wendel. Bisher gehörte Constantia Flexibles dem Finanzinvestor One Equity Partners (OEP), der 75 Prozent besaß, und der H. Turnauer Stiftung.

OEP wollte schon länger bei dem Unternehmen aussteigen, das Verpackungen für die Nahrungsmittel- und Pharmabranche herstellt und weltweit mehr als 8000 Beschäftigte zählt. Das Wiener Unternehmen, das 2013 einen Umsatz von 1,63 Milliarden Euro und ein Ebitda von 233 Millionen Euro erzielte, hatte im November 2013 einen bis zu 800 Millionen Euro schweren Gang an die Frankfurter Börse abgesagt. OEP war mit der Resonanz der potenziellen Aktienkäufer unzufrieden. Die Aktien hätten allenfalls am untersten Rand der Preisspanne verkauft werden können. Wendel zahle gut 30 Prozent mehr als OEP beim Börsengang hätte erlösen können, hieß es in Verhandlungskreisen.

Die Turnauer Stiftung hat ihren Anteil an Constantia Flexibles zwar zunächst an Wendel verkauft, will aber auch künftig an dem Verpackungshersteller beteiligt sein. Die Stiftung spreche derzeit mit Wendel über einen Wiedereinstieg. Wendel sehe sich als langfristiger Mehrheitseigentümer neben bedeutsamen Minderheitseigentümern, erklärte der Finanzinvestor.

Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen. Der Abschluss der Transaktion werde im ersten Halbjahr 2015 erwartet.

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