Deutschlands Exporteure schauen skeptisch auf das neue Jahr

Deutsche Unternehmen rechnen für das kommenden Jahr mit Export-Rückgängen. Der Anteil Deutschlands an den weltweiten Exporten sank laut dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen zwischen 2003 und 2013 von 9,9 auf 7,7 Prozent.

Trotz Aussicht auf Rekordgeschäfte blicken die deutschen Exporteure skeptisch auf das neue Jahr. Die niedrigen Rohstoffpreise und der schwache Euro dürften zwar für Rückenwind sorgen, sagte der Präsident des Branchenverbandes BGA, Anton Börner, am Montag. „Gleichzeitig schauen wir mit Sorge in die weitere Zukunft“, betonte Börner.

„So doktern wir nach wie vor nur an den Symptomen der Eurozonen-Krise und kurieren nicht die Ursache.“ Vor allem Frankreich und Italien müssten ihren Reformkurs verstärken. „Aber auch Deutschland verliert an Boden.“ Der Anteil Deutschlands an den weltweiten Exporten sank laut BGA zwischen 2003 und 2013 von 9,9 auf 7,7 Prozent. Chinas Anteil habe sich hingegen auf 11,7 Prozent verdoppelt.

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) bekräftigte zudem seine Prognose, dass die Exporte in diesem Jahr um vier Prozent auf 1172 Milliarden Euro zulegen, nach plus drei Prozent im zu Ende gehenden Jahr. Die Importe dürften 2015 um 3,5 Prozent auf 946 Milliarden Euro zulegen.

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