Kunststoff-Firma Borealis muss 280 Millionen Euro Steuern nachzahlen

Die österreichische Kunststoff-Firma Borealis muss eine Steuer-Nachzahlung in Höhe von 282 Millionen Euro an den finnischen Fiskus leisten. Die eingeforderte Summe setzt sich aus Steuern, Verzugszinsen und einer Strafzahlung zusammen

Der österreichischen Kunststofffirma Borealis droht eine 282 Millionen Euro hohe Steuernachzahlung in Finnland. Einen entsprechenden Bescheid der dortigen Steuerbehörde habe das Unternehmen, an dem der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV 36 Prozent hält, am Montag für das Jahr 2008 erhalten. Welche Auswirkungen eine Nachzahlung auf den Gewinn von Borealis und OMV haben könnte, ließen Sprecher der beiden Unternehmen am Dienstag offen. Im vergangenen Jahr verdiente Borealis bei einem Umsatz von über acht Milliarden Euro netto 423 Millionen Euro.

Die eingeforderte Summe setze sich aus Steuern, Verzugszinsen und einer Strafzahlung zusammen, teilte Borealis mit. In Finnland befindet sich neben einer Produktionsstätte auch ein Forschungszentrum von Borealis. Das Unternehmen, das Basisprodukte für die Herstellung von Kunststoff sowie Düngemittel produziert, will den Bescheid nicht hinnehmen. „Borealis erachtet diese Entscheidung als ungerechtfertigt und wird dagegen Rechtsmittel beim finnischen Board of Adjustment einlegen“, hieß es in der Mitteilung. Bis die Frage geklärt sei, wolle die Firma das Geld nicht bezahlen.

Auf den Geschäftsbetrieb der Kunststofffirma hätte eine Nachzahlung „keine wesentliche negative Auswirkung“, erklärte Borealis. Die Mehrheit an dem Unternehmen hält mit 64 Prozent der Staatsfonds IPIC aus Abu Dhabi, der auch knapp 25 Prozent an der OMV hat.

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  1. Kein Mitleid und schon garkein Verständnis. sagt:

    Notfalls bereinigt eine Insolvenz diese Forderungen final.