Automarkt: Wachstum in Frankreich enttäuscht, Spanien holt auf

In Frankreich fiel die Erholung auf dem Automarkt 2014 mit 0,3 Prozent mehr Neuzulassungen deutlich schwächer aus als erwartet. Das vom Verband vorausgesagte Plus von zwei Prozent wurde weit verfehlt. In Spanien hingegen verhalfen Regierungsanreize zum Kauf schadstoffarmer Autos den Markt zu einem Wachstum von 18,4 Prozent.

In Frankreich würgt die schwache Konjunktur den Automarkt ab. Die Branchenerholung fiel im abgelaufenen Jahr deutlich schwächer aus als erwartet. Der Herstellerverband CCFA gab am Freitag einen Anstieg der Neuzulassungen um lediglich 0,3 Prozent auf 1,8 Millionen Pkw bekannt. Das war zwar das erste Wachstum seit 2009. Das vom Verband vorausgesagte Plus von zwei Prozent wurde aber weit verfehlt.

Grund war vor allem der schwache Jahresabschluss. Im Dezember brach der Absatz um 6,8 Prozent ein. Firmen und Verbraucher hielten sich wegen der trüben Wirtschaftslage mit Autokäufen zurück. Laut CCFA schlug sich Renault mit einem Rückgang von 0,8 Prozent deutlich besser als Rivale PSA Peugeot Citroen, der 9,6 Prozent weniger verkaufte als vor Jahresfrist.

In Spanien hingegen kurbeln Anreize der Regierung zum Kauf schadstoffarmer Autos den Markt massiv an. Dem Branchenverband Anfac zufolge wurden im vergangenen Jahr 855.308 Pkw ausgeliefert, 18,4 Prozent mehr als 2013. Der Dezember fiel mit einem Anstieg von 21,4 Prozent besonders stark aus. Es war der 16. Zuwachs in Folge.

In Italien, dem viertgrößten Automarkt Europas, stieg der Absatz im Dezember verglichen mit dem selben Vorjahresmonat um 2,3 Prozent auf 91.518 Fahrzeuge, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Im Gesamtjahr 2014 wurden mit 1,36 Millionen Autos 4,2 Prozent mehr verkauft. Für 2015 rechnet das Marktforschungsinstitut Centro Studi Promotor mit einem Anstieg von 5,2 Prozent, da viele ältere Fahrzeuge durch neue ersetzt werden müssen.

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