Megabus will in deutschen Fernbus-Markt einsteigen

Nach dem Ausstieg des ADAC aus dem deutschen Fernbusmarkt hat sich mit Megabus ein neuer Wettbewerber angekündigt. Der schottische Konzern erwägt, mit eigenen Doppeldeckerbussen in das Geschäft einzusteigen. Durch größere Busse könne man die Ticketpreise senken, so Konzern-Chef Hodgson.

Nach dem Ausstieg des ADAC aus dem deutschen Fernbusmarkt hat sich mit Megabus ein neuer Wettbewerber angekündigt. Die Tochter des schottischen Verkehrskonzerns Stagecoach erwägt, mit eigenen Doppeldeckerbussen in das Geschäft einzusteigen. „Wir denken darüber nach, ein Fernbusnetz in Deutschland aufzubauen“, sagte Megabus-Chef Edward Hodgson der Wirtschaftswoche. „Wir betreiben größere Busse, die unsere Betriebskosten pro Passagier senken“, wird Hodgson zitiert. So könnten die Fahrkarten günstiger angeboten werden.

Mit einem Umsatz von umgerechnet 3,6 Milliarden Euro gehört Stagecoach zu den Schwergewichten im europäischen Personenverkehr. Kürzlich startete Megabus eine tägliche Fernbuslinie von Brüssel über Köln, Stuttgart und Frankfurt nach München.

Anfang Dezember hatten pessimistische Aussagen zur Entwicklung des britischen Busgeschäfts die Stagecoach-Aktien auf Talfahrt geschickt. Wegen des harten Wettbewerbs seien die Gewinne in den vorangegangenen Wochen hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben, teilte das Unternehmen bei der Vorlage der Halbjahreszahlen mit. Der Konzern sieht sich dennoch auf gutem Weg, die Gesamtjahresziele zu erreichen. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2014/2015 steigerte Stagecoach den Gewinn um 3,4 Prozent.

Der ADAC hatte im November erklärt, er ziehe sich aus dem Fernbusgeschäft zurück. Der Partner Deutsche Post übernahm die Anteile an der gemeinsamen Gesellschaft.

Der 2013 in Deutschland freigegebene Fernbus-Linienverkehr ist heiß umkämpft. Die Preisschlacht hat immer mehr Fernbusgesellschaften unter Druck gesetzt. Die ersten Anbieter sind schon wieder vom Markt verschwunden.

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