Sparkurs: Siemens will Reisekosten um 100 Millionen Euro drücken

Siemens setzt den Rotstift bei Dienstreisen an. Extrem kurzfristig dürften künftig nur noch Techniker oder Ingenieure buchen, die im Notfall schnell vor Ort sein müssten, so ein Magazinbericht. Der Konzern mit seinen 340.000 Mitarbeitern weltweit wolle dadurch bis zu einhundert Millionen Euro jährlich einsparen.

Siemens setzt einem Magazinbericht zufolge den Rotstift bei Dienstreisen an. Extrem kurzfristig dürften künftig nur noch Mitarbeitergruppen wie Techniker oder Ingenieure buchen, die im Notfall schnell vor Ort sein müssten, berichtete der Spiegel.

Bahnfahrten oder Flüge zu lange geplanten Einsätzen sollten so früh wie möglich gebucht werden, um günstige Tarife nutzen zu können. Der Konzern mit seinen 340.000 Mitarbeitern weltweit wolle dadurch spätestens von 2016 an bis zu einhundert Millionen Euro jährlich einsparen.

Statt mit drei Reisebüros wolle Siemens in Deutschland nur noch mit einem Unternehmen zusammenarbeiten. Auch der Vertrag mit dem bisherigen Kreditkartenpartner American Express sei neu ausgeschrieben worden, berichtete das Magazin.

Kommentare

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  1. Schmidt sagt:

    Wer fährt für 100 Millionen Euro wohin ?

  2. Trocken, im Norden nennt man das Droege sagt:

    Das kommt mir bekannt vor:

    In einem, in den letzten Zuckungen liegenden Unternehmen der Freizeitbranche
    trieb eine sogenannte Unternehmensberatung ( Heuschrecke ) ihr Unwesen.
    Das wichtigste waren Korrekturen an Peanuts:
    Alle Fachzeitschrift-Abos wurden sofort gekündigt.
    Im Lagerbereich 50 % der Gangbeleuchtung ausgeschaltet ( Röhren entfernt ).
    Kommissionierungsfehler in Massen waren die Folge.
    Stop sämtlicher Bestellungen des Warennachschubs.
    Bei Vorlaufzeiten von 60-90 Tagen war das der Tod des Handels.
    Der Kunde stimmte mit den Füssen ab.

  3. Rudolf Steinmetz sagt:

    Das erinnert an die letzten Tage von Nixdorf. Dort musste ganz zum Schluß auch das Toilettenpapier dran glauben. Dann wurde Nixdorf zu Siemens-Nixdorf, und nach erfolgreichen Abschreibungen etc. verschwand aus aus der deutschen Industriegeschichte. Dann verschwanden bei Siemens noch weitere, einstmals als strategisch unverzichtbar gerühmte Geschäftsfelder. Zuerst wurde die Chip-Produktion via Infinion entsorgt, dann die Computer-Produktion ganz eingestellt, dann die Handys via Nokia, Haushaltsgeräte verkauft, das Bahngeschäft ruiniert durch Frühpensionierungen etc. etc. Einstmals war Siemens stolz darauf, alles aus einer Hand zu liefern – wenn Joe Kaeser in Rente geht, hat Siemens nichts mehr in der Hand als wertlosen Aktien.