USA planen strenge Verkehrsregeln für Privat-Drohnen

Die wachsende Zahl privater Drohnen hat die Behörden in den USA zu einer Regulierung veranlasst. Die US-Flugbehörde FAA kündigte an, ein eigenes Regelwerk für den Umgang mit den Flugrobotern herausgeben zu wollen. Der Chef der Flugbehörde Huerta nannte die Freizeit-Drohnen ein zunehmendes Sicherheitsrisiko, weil sie immer größer würden und immer höher fliegen könnten.

Die wachsende Zahl privater und kommerzieller Drohnen hat die Behörden in den USA zu einer Regulierung veranlasst. Die US-Flugbehörde FAA plant, ein eigenes Regelwerk für den Umgang mit den fliegenden Flugrobotern herauszugeben. FAA-Chef Michael Huerta sagte in einem Interview mit CNN, die Drohnen seien ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko. Demnach erhalte die FAA monatlich 25 Fälle von Drohnen gemeldet, die in über 120 Metern Höhe operierten. Manche erreichten sogar 600 Meter. In 193 Fällen wurde zudem der empfohlene Sicherheitsabstand bei Sportveranstaltungen nicht eingehalten.

Wie der Blog TechCrunch berichtete, sind die genauen Details der Gesetzgebung noch nicht veröffentlicht, allerdings wurde bereits bekannt, dass für die Steuerung ein Pilotenschein erforderlich wird. Dieser setzt wie bei einem normalen Flugschein etwa eine bestimmte Zahl an Flugstunden voraus. Auch eine Zusammenarbeit mit Vereinen sei geplant, die über den richtigen Gebrauch von Freizeitdrohnen aufklären soll. Die Verkaufszahlen für solche Drohnen, meist handelt es sich um so genannte Quadrocopter, geht beständig in die Höhe. Händler und Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Quadrocopter nach Weihnachten noch einmal deutlich gestiegen ist, da sie ein beliebtes Geschenk seien.

Die Regelungen würden insbesondere Pläne für den kommerziellen Einsatz von Drohnen in der Logistik betreffen. Anbieter wie der Online-Versandhändler Amazon hatten eigene Lieferdienste mit Drohnen geplant. Die deutsche Post hatte jüngst auch in Deutschland erste Testlieferungen gestartet.

Neben der wachsenden Zahl der Drohnen am Himmel sei auch ihre fortschreitende Professionalität ein Problem. So sind inzwischen auch größere Drohnen für Verbraucher erschwinglich, die nicht nur beim Absturz eine potentielle Gefahr darstellen, sondern auch, weil sie größere Höhen erreichen.

Eine weitere Motivation dürfte sein, dass der Staat sich die Vorherrschaft am Drohnen-Himmel sichern will. So werden die meisten Drohnen auch innerhalb der USA vom Militär und der Polizei gesteuert. Seitdem werden allerdings auch immer wieder schwere Unfälle bekannt.

Auch in Europa werden Drohnen zur Überwachung eingesetzt: Die italienischen Behörden haben jüngst angekündigt, die US-Militär-Drohne Predator auch für die Carabinieri bei Fußballspielen und Demonstrationen einzusetzen.

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  1. Schmidt sagt:

    Die USA sind kein Staat
    Alle Dronenangriffe sind Privat , sonst gibts Konflikte