Facebook kauft Sprach-Software und konkurriert mit Siri

Facebook kauft die Spracherkennungs-Software wit.ai und investiert damit weiter in Bereiche außerhalb der sozialen Medien. Vernetzte Haushaltsgeräte und Auto-Systeme werden künftig verstärkt mit Sprach-Software gesteuert. Facebook konkurriert direkt mit Apples Siri-Technologie.

Facebook setzt seine Einkaufstour fort und übernimmt ein Unternehmen für Spracherkennungs-Software. Die im kalifornischen Palo Alto ansässige Firma wit.ai sei am Montag gekauft worden, teilte Facebook mit, ohne den Preis zu nennen. Das vor 18 Monaten gegründete Start-up hat eine Technologie entwickelt, die eine Spracherkennung für Smartphones und Tablets, aber etwa auch etwa für Internet-gesteuerte Haushaltsgeräte liefert. Die Software kann wit.ai zufolge gesprochene Sprache sowie geschriebene Texte in „natürlicher Sprache“ erkennen.

Ein Facebook-Sprecher wollte keine Angaben zu den Plänen mit dem Neuerwerb machen. Von Technologien für Spracherkennung ähnlich der Apple-Software Siri verspricht sich die Internet-Branche neue Möglichkeiten etwa im zukunftsträchtigen Markt mit vernetzten Hausgeräten.

Das weltgrößte Internet-Netzwerk Facebook hatte zuletzt unter anderem mit dem Kauf von Oculus sein Interesse für Unternehmen jenseits des klassischen PC-, Smartphone- und Tablet-Bereichs unterstrichen. Oculus stellt Datenbrillen her, mit denen Nutzer bei Computerspielen in eine virtuelle Welt eintauchen können. Facebook hatte sich das Start-up zwei Milliarden Dollar kosten lassen. Die wit.ai-Übernahme dürfte Insidern zufolge billiger gewesen sein.

Auch für mobile Endgeräte ist die Software interessant. Künftig wird es viel einfacher, Befehle über die Sprache einzugeben, anstatt mit der Touch-Screen-Tastatur zu arbeiten. Konkurrent Apple hat das mit seiner Software Siri zuerst erkannt.

Eine Kombination der Software mit dem von Facebook übernommenen Messenger Whatsapp ist auch denkbar. Dann könnten die Nachrichten direkt über das Mikrofon an Whatsapp übermittelt werden.

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  1. windradl sagt:

    Facebook ist die größte Gefahr für den „freien Bürger“. Hier wird man registriert, katalogisiert, analysiert und ausspioniert. Warum dem nicht Einhalt gebotetwb wird, ich versteh das nicht. Sind die Menschen heutzutage so dumm.
    Einerseits kann man sich online immer besser informieren, anderseits gibt man so viele Intimitäten preis.
    Die http://WWW.-Menschheit wird daran zugrunde gehen.